Qualität von Kondomen – Woran erkennt man sie?

Donnerstag, 06.03.2014

Kondome bieten einen guten Schutz vor Geschlechtskrankheiten und ungewollter Schwangerschaft. Allerdings nur, wenn auch die Qualität stimmt…

Wie sicher ein Kondom ist, hängt auch von der Qualität des Materials ab. Denn ist die Qualität nicht gut genug, besteht die Gefahr, dass das Kondom nicht richtig sitzt oder reißt. Dann kann weder ein Schutz vor einer ungewollten Schwangerschaft noch vor sexuell übertragbaren Krankheiten wie Tripper, Chlamydien oder Syphilis gewährleistet werden. Seit einigen Jahren gibt es eine internationale Norm, der Kondome entsprechen sollten. Kondome, die mit dieser Norm tatsächlich übereinstimmen, sind mit einem Zertifikat gekennzeichnet.

Prüfnorm für Kondome

Wenn Kondome richtig angewendet werden, sind sie sehr sicher. Das liegt vor allem daran, dass Größe und Materialstärke genormt sind. Die Maße für Kondome werden dem Verbrauchermagazin "Ökotest" zufolge von der internationalen Norm DIN EN ISO 4074 "Kondome aus Naturkautschuklatex – Anforderungen und Prüfverfahren" geregelt. Diese Norm gibt es seit 2002.

Demnach muss ein Kondom mindestens 16 Zentimeter lang sein und entsprechend der jeweiligen Breite ein bestimmtes Mindestvolumen haben. In der Vorgängernorm EN600 durften Kondome nicht breiter als 5,6 Zentimeter sein. Diese Einschränkung ist mit der aktuellen Norm hinfällig. Außerdem muss das Verhütungsmittel bestimmte Tests durchlaufen, in denen die Belastbarkeit geprüft wird. Alle Kondome, die der Prüfnorm entsprechen, erhalten das sogenannte CE-Kennzeichen sowie einen Verweis auf die Norm 4074.

Kondome mit besonders hoher Qualität

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Zusätzlich zu der internationalen Norm 4074 gibt es noch weitere Gütesiegel, mit denen Kondome gekennzeichnet sein können. Dazu gehört beispielsweise das DLF-Gütezeichen. Dieses wird von der Deutschen Latex Forschungsgemeinschaft (DLF), einem Zusammenschluss verschiedener Kondomhersteller, vergeben. Um das Gütesiegel der DLF zu erhalten, werden die Kondome neben einem Dichtheits- und Dehnungstest auch auf Bakterien untersucht. Außerdem werden diese Tests nach einer längeren Lagerung der Kondome wiederholt.

In der Schweiz gibt es zusätzlich das "OK"-Gütesiegel, für das noch strengere Anforderungen erfüllt werden müssen. Dabei müssen die Kondome nicht nur noch größeren Belastungen standhalten als bei den anderen Gütetests, sondern werden auch vor dem Verkauf von unabhängigen Laboren getestet. Testkäufer prüfen die Qualität der Kondome überdies stichprobenartig, um eventuell nach der Produktion auftretende Mängel – etwa bei der Verpackung oder beim Transport – ermitteln zu können.

Die einfachste und schnellste Methode ist das Verhütungsmittel Kondom.

Die Wahl des richtigen Verhütungsmittels ist besonders wichtig. Es sollte auf die Bedürfnisse der Frau abgestimmt sein.

 

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