Probleme mit dem Orgasmus – Sind die Gene schuld?

Mittwoch, 04.12.2013

Viele Frauen kommen nur schwer zum Orgasmus. Dass daran auch die Gene schuld sein könnten, behaupten jetzt britische Forscher.

Während die meisten Männer schnell zum Orgasmus kommen können, haben Frauen häufig Probleme damit, einen Höhepunkt zu erreichen. Nicht nur, dass sie in der Regel länger dafür brauchen als Männer – bei manchen Frauen bleibt der Orgasmus sogar regelmäßig ganz aus. Wie die Nachrichtenagentur "Pressetext" berichtet, bekräftigen die Ergebnisse einer Studie der "Twin Research Unit" des St. Thomas' Hospital in London die Annahme, dass ein Orgasmus auch einen genetischen Hintergrund hat.

Orgasmus und Partnerwahl

 

So hat die weibliche Fähigkeit einen Orgasmus zu bekommen offenbar auch einen biologischen Nutzen. Denn es wird davon ausgegangen, dass der Orgasmus dazu dient, die Fruchtbarkeit zu erhöhen. Durch die Muskelkontraktionen beim Höhepunkt wird der Samen tiefer in den Körper transportiert. Dadurch erhöht sich die Wahrscheinlichkeit einer Befruchtung der Eizelle. Diese Theorie wird auch durch frühere Studien gestützt, denen zufolge Frauen während der fruchtbaren Tage leichter zum Orgasmus gelangen. Eine weitere Theorie geht davon aus, dass der Höhepunkt dazu dient, einen potenziellen Partner zu ermitteln. Ist dieser Theorie zufolge ein Mann einfühlsam genug, um eine Frau zum Orgasmus zu bringen, so lässt das auch auf seine Qualitäten als Vater und Partner schließen. 

Studie mit Zwillingen

Auch die Studie der britischen Forscher scheint die Annahme zu stützen, dass genetische Faktoren beim Orgasmus eine Rolle spielen. An der Studie hatten mehr als 4.000 Frauen zwischen 19 und 83 Jahren teilgenommen. Die eine Hälfte der Teilnehmerinnen waren eineiige Zwillinge, die andere Hälfte zweieiige. Die Forscher führten mit den Frauen DNA-Tests durch. Zusätzlich machten die Probandinnen mittels Fragebögen Angaben zu ihrem Sexualleben. Das Ergebnis: Nur ein Zehntel aller befragten Frauen erreichte beim Geschlechtsverkehr einen Orgasmus, 34 Prozent erreichten ihren Höhepunkt durch Selbstbefriedigung, ein Drittel der Frauen gab an, nie einen Orgasmus zu haben.

Dabei zeigte sich, dass die Frequenz der Orgasmen bei eineiigen Zwillingen höher war. Das sei den Forschern zufolge der Beweis, dass genetische Faktoren eine Rolle spielen. "Wir haben nachgewiesen, dass zwischen 34 und 45 Prozent der Schwankungen in der Fähigkeit, einen Orgasmus zu erreichen, durch genetische Schwankungen erklärt werden können. Es gibt einen biologischen Einfluss, der nicht nur auf Erziehung, Religion oder ethnische Zugehörigkeit zurückgeführt werden kann. Die Erblichkeit legt nahe, dass die Evolution eine Rolle spielt", erklärt Tim Spector, einer der beteiligten Forscher.

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