PMDD: Extremform von PMS - Depressionen vor der Regel

Dienstag, 14.10.2014

Wenn die Beschwerden vor dem Einsetzen der Periode weit über die üblichen Symptome von PMS herausgehen, kann es sich um PMDD handeln, eine prämenstruelle dysphorische Störung.

Vom klassischen Prämenstruellen Syndrom oder PMS sind Schätzungen zufolge fast 80 Prozent aller Frauen mehr oder weniger stark betroffen, heißt es zum Beispiel bei "netdoktor.de". Treten die PMS-Beschwerden regelmäßig in einer besonders starken Form auf, wird auch von PMDD gesprochen, einer prämenstruellen dysphorischen Störung. Laut "medscape.com" sind etwa drei bis acht Prozent aller Frauen von dieser Extremform des PMS betroffen.

PMS extrem: Was ist PMDD?

Die prämenstruelle dysphorische Störung äußert sich laut "Medscape" vor allem durch depressive oder labile Stimmungen, Angstgefühle, Aggressionen und leichte Reizbarkeit, die von etwa zwei Wochen vorher bis zum Einsetzen der Periode auftreten können. In abgeschwächter Form sind diese Stimmungsschwankungen auch beim PMS zu finden. Darüber hinaus leiden von PMDD Betroffene oft an einer Reihe anderer Symptome. Dazu gehören Konzentrationsschwierigkeiten, allgemeine Unlust, Lethargie, Appetitlosigkeit oder Fressanfälle, extreme Müdigkeit oder Schlaflosigkeit. Auch physische Beschwerden wie Schmerzen oder Schwellungen in den Brüsten, Kopf-, Gelenk- und Muskelschmerzen oder Blähgefühle können in den Tagen vor dem Einsetzen der Regel auftreten.

Was kann man tun?

Manchen Frauen, die unter PMDD leiden, helfen Akupunktur oder Entspannungsübungen. Geht die Krankheit mit anderen psychischen Störungen einher, wird häufig auch eine Verhaltenstherapie eingesetzt, um die depressiven oder ängstlichen Phasen in den Griff zu bekommen. Aber auch Verhütungsmittel können helfen, die Beschwerden vor der Menstruation zu lindern. So berichtet eine Betroffene im britischen "Guardian", dass ein klassisches Kombinationspräparat aus Östrogen und Gestagen ihre PMDD-Symptome verstärkt habe, das Absetzen der Pille während der Schwangerschaft jedoch dazu geführt habe, dass auch die schweren, PMS-artigen Beschwerden zurückgingen. Nach der Geburt ihres Kindes sei sie auf eine Minipille ohne Östrogen umgestiegen – die prämenstruellen dysphorischen Beschwerden hätten sich seitdem extrem gebessert.

Bei mittleren oder schweren depressiven Symptomen setzen Ärzte laut "medscape.com" auch Antidepressiva ein, um von PMDD Betroffenen zu helfen. Auch entzündungshemmende Mittel haben manchen Patientinnen demnach schon Linderung gebracht.

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PMS belastet viele Frauen vor dem Eintritt ihrer Periode.

Die Extremform von PMS (PMDD) äußert sich in verschiedenen Formen des Unwohlseins bis hin zu Depressionen. Die Tage vor den Tagen kann für Frauen sehr unangenehm und belastend sein. Ärzte stehen diesen Patientinnen mit unterschiedlichen Behandlungen zur Seite und fördern damit wieder das Wohlbefinden.

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