"Pille" durchnehmen - Vorteile und Risiken

Dienstag, 17.12.2013

Frauen, die die "Pille" durchnehmen, versprechen sich davon ein Leben ohne lästige Monatsblutungen und Menstruationsbeschwerden. Doch bergen diese Vorteile auch Risiken?

Dass Frauen die "Pille" durchnehmen, ist ein Trend, der aus den USA nach Deutschland gekommen ist, und unterschiedlichste Assoziationen und Fragen weckt: Kann es gesund sein, wenn eine Frau keine monatliche Regelblutung mehr bekommt? Aber auch: Was für ein Gewinn, wenn Frauen nicht jeden Monat mit ihrer Regelblutung zu kämpfen haben und Menstruationsbeschwerden wie Migräne oder Übelkeit erdulden müssen – nur weil es das hier verbreitete Weltbild so vorsieht.

"Pille" durchnehmen: Die Vorteile

Die Vorteile, wenn Frauen die Antibabypille durchnehmen, liegen auf der Hand: Die siebentägige Pause nach der Einnahme des hormonellen Verhütungsmittels fällt weg und damit auch die Blutungen sowie viele der damit einhergehenden Beschwerden.

Stattdessen soll die Langzeitpille sogar sicherer sein. "In jedem Fall bietet die Langzeitpille einen besseren Schutz vor Schwangerschaft", zitiert die "Apotheken Umschau" den Gynäkologen Thomas Strowitzki. Und das, obwohl die Hormone niedriger dosiert sind. Zu den Vorteilen zähle nämlich, dass diese dauerhaft eingenommen werden, sodass selbst eine vergessene Einnahme das Risiko einer Schwangerschaft nicht unbedingt erhöhen muss.

Vorteile bei bestimmten Krankheiten

Auch bei bestimmten Erkrankungen kann es Vorteile bieten, wenn Frauen die Antibabypille durchnehmen. Etwa bei Myomen oder bei Wucherungen der Gebärmutterschleimhaut, wie Frauenarzt Klaus König in einem Interview mit dem Online-Magazin "Vital" erklärt: "Bei Endometriose oder starken Beschwerden durch das Prämenstruelle Syndrom soll ja gerade keine Blutung mehr auftreten, die die Frauen quält."

Bisher keine Risiken der Langzeitpille bekannt

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Doch wenn es so viele Vorteile gibt, wenn Frauen die Antibabypille durchnehmen, warum ist dies in Deutschland bislang noch kaum verbreitet? Wie steht es um die Risiken? Laut Hormonspezialistin und Frauenärztin Katrin Schaudig sind bisher keine Risiken bekannt: "Dazu gibt es keine aktuellen Studien", so die Expertin laut der "Apotheken Umschau". Gerade weil es noch keine Langzeitstudien zur Langzeitpille gibt, sind viele Frauen skeptisch.

Viele von ihnen befürchten, dass sie weniger fruchtbar sein werden, wenn sie zunächst die "Pille" durchnehmen und sich nach einigen Jahren für eine Schwangerschaft entscheiden. Laut König hätten Frauen in dieser Hinsicht nichts zu befürchten. Es könne nur sein, dass die Befruchtung etwas auf sich warten lasse: "Wie schnell das geht, hängt davon ab, wie hoch sich die Schleimhaut der Gebärmutter unter der Antibabypille aufgebaut hat." Grundsätzlich sollte aber keine Frau die Antibabypille ohne ärztliche Rücksprache durchnehmen.

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Wer die Pille durchnimmt, schadet seinem Körper

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17.12.2013 16:24
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