Pille danach: Überdosierung möglich?

Dienstag, 17.09.2013

Die Pille danach ist ein verschreibungspflichtiges, wenn auch gut verträgliches Medikament. Trotzdem kann es bei zu häufiger Einnahme zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen kommen.

Wenn das Verhütungsmittel versagt - Sie zum Beispiel die Antibabypille vergessen oder ungeschützten Geschlechtsverkehr hatten, das Kondom gerissen oder das Diaphragma verrutscht ist -, ist es dennoch möglich,

eine ungewollte Schwangerschaft prophylaktisch zu verhindern: Die Pille danach ist ein verschreibungspflichtiges, hormonell wirksames Präparat zur postkoitalen Kontrazeption. Auch wenn Sie unter 16 Jahre alt sind, können Sie die Pille danach anwenden. Dabei ist jedoch zu beachten, dass die meisten Gynäkologen hierzu eine Einwilligung der Eltern verlangen. Ist das Mädchen unter 14 Jahre alt, ist die Zustimmung der Eltern Pflicht. Da die Nebenwirkungen der Pille danach nicht unerheblich sind, ist diese für den Dauergebrauch ausdrücklich nicht konzipiert und ausnahmslos als Notfallindikation ausgewiesen. Bei den meisten Präparaten ist eine zwei- bis dreiteilige Einnahme vorgesehen, wobei die zweite Einnahme 12 Stunden nach der ersten erfolgt. Das heißt, eine Ersteinnahme um 15 Uhr nachmittags führt beispielsweise zur zweiten Einnahme nachts um 3 Uhr.

Pille danach - mehrmalige Einnahme möglich?

Für die maximale Häufigkeit der Einnahme der Pille danach gibt es keine eigentliche Beschränkung. Nichtsdestotrotz ist das Präparat keine Alternative zu anderen Verhütungsmitteln, da nicht nur die mit der Einnahme verbundenen Nebenwirkungen stärker werden, sondern auch die Sicherheit und Zuverlässigkeit des Präparats gemindert wird. Die Pille danach ist ein sogenannter "Hormon-Hammer" - ein gesunder Körper verkraftet diesen zwar bei seltener Einnahme, wird dadurch aber temporär geschwächt; der natürliche Hormonhaushalt gerät aus dem Ruder. Gängige Nebenwirkungen sind Übelkeit, Kopfschmerzen, Erbrechen, Bauchschmerzen, Brustspannen, Schwindelgefühle sowie leichte Schmierblutungen. Die kurzfristige Hormonzuführung kann darüber hinaus zu Zyklusverschiebungen, Menstruationsstörungen und einer Verschiebung der Follikelreifung im nächsten Menstruationszyklus führen. Nehmen Sie die Pille danach häufiger ein - unter Umständen gar innerhalb eines einzigen Zyklus - werden diese Nebenwirkungen möglicherweise intensiviert bzw. verschleppt. Aus diesen Gründen gilt der Grundsatz: Nur eine Pille danach pro Zyklus! Die hohen Hormonmengen bringen Ihren Zyklus stark durcheinander - so sehr, dass Sie für den Rest Ihres Ovarialzyklus unbedingt zusätzlich mit nicht-hormonellen Mitteln wie Kondomen verhüten sollten.

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Um eine Schwangerschaft verhindern zu wollen, kann man sich bei einem Arzt beraten lassen, welches Verhütungsmittel für einen das Beste ist.

Ob die Wahl nun auf die mechanische oder auf die hormonelle Verhütung fällt ist Nebensache, wichtiger ist, dass Sie sich dabei wohlfühlen.

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