Orgasmus im Tiefschlaf – Was hilft bei Sexsomnia?

Dienstag, 15.04.2014

Wenn sich Ihr Freund morgens nicht mehr an den Orgasmus von letzter Nacht erinnern kann, leidet er möglicherweise an Sexsomnia. Doch die seltsame Schlafstörung ist behandelbar.

Hat Ihr Liebster Sie auch schon mal nachts mit Zärtlichkeiten geweckt und schließlich zum Orgasmus gebracht? Blöd nur, wenn er sich am nächsten Morgen gar nicht mehr daran erinnern kann. Wenn er nicht gerade zu tief ins Glas geschaut hat, könnte Sexsomnia schuld daran sein. Auch wenn die Ursachen von Sexsomnia häufig unklar sind, kann die Erkrankung behandelt werden.

Sexsomnia: Sexuelle Schlafstörung

Sexsomnia bezeichnet eine Schlafstörung, bei der die Betroffenen im Schlaf sexuelle Handlungen an sich selbst oder anderen vornehmen – sie selbst bemerken davon allerdings nichts. "Manche Menschen finden das Ganze vielleicht amüsant", wird Carlos Schenck, Schlafforscher am Zentrum für Schlafstörungen in Minneapolis, vom "Focus" zitiert. "Aber in Wahrheit ist dieses unfreiwillige Sexgehabe für die Betroffenen peinlich, verstörend oder abstoßend."


Orgasmus – keine bleibende Erinnerung

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Die Ausprägung der Erkrankung variiert von Patient zu Patient. So kann sich Sexsomnia ebenso durch Dirty Talk im Schlaf als auch durch Masturbation äußern. Auch drängen einige Betroffene ihre Partner zum Sex – die Erinnerung an den Orgasmus bleibt jedoch am nächsten Tag aus. Wodurch die Schlafstörung ausgelöst wird, ist unklar. Allerdings scheint wie bei ähnlichen Krankheitsbildern Stress eine Rolle zu spielen. Möglicherweise besteht zudem ein Zusammenhang mit anderen Erkrankungen, denn wie Schlafforscher Carlos Schenck beobachtet hat, leiden viele Betroffene neben Sexsomnia auch an Narkolepsie oder dem Restless-Legs-Syndrom. Außerdem wird vermutet, dass allein die Nähe zum Partner im Bett Auslöser für die nächtlichen Übergriffe sein könnte.
Behandlung von Sexsomnia
Getrennte Betten sind jedoch sicher nicht die Problemlösung, die sich betroffene Menschen und ihre Partner wünschen. Was also hilft gegen Sexsomnia? Ist Stress der Auslöser, können dieselben therapeutischen Maßnahmen hilfreich sein, die auch bei anderen Schlafstörungen zum Einsatz kommen: Ganz wichtig ist ein geregelter Schlaf-Wach-Rhythmus mit festen Zeiten. Hilfreich können zudem Entspannungstechniken wie die progressive Muskelentspannung oder autogenes Training sein. Um die im individuellen Fall geeignete Therapieform zu finden, sollten Betroffene unbedingt einen Arzt konsultieren.

Sex ist ein nicht zu unterschätzender Bestandteil jeder Beziehung.

Sex ist in einer Beziehung das Salz in der Suppe. Gibt es also Probleme im Bett, sollten Sie das Thema unbedingt ansprechen - damit das Erlebnis auch weiter ein Genuss bleibt.

 

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