Ohne Vagina geboren – MRKH-Syndrom: Behandlung

Mittwoch, 21.05.2014

Frauen, die am MRKH-Syndrom leiden, haben von Geburt an weder eine Vagina noch eine Gebärmutter. Die Behandlung dieses Krankheitsbildes hat sich im Laufe der Jahre immer mehr verändert.

Ohne eine Vagina aufzuwachsen und zu leben, kann eine große psychische Belastung darstellen. Deshalb wird für die betroffenen Frauen auch immer wieder nach neuen Behandlungsmethoden gesucht. Im Laufe der Jahrzehnte haben sich die Therapieansätze teilweise stark gewandelt. Die Hoffnung betroffener Frauen auf ein normales Leben steigt vor allem mit modernsten Behandlungsmethoden.



Nicht-chirurgische Methoden

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Das MRKH-Syndrom stellt zunächst keine lebensbedrohliche Krankheit dar, weshalb laut des Schweizer Fachmagazins "Frauenheilkunde Aktuell" auch zunächst nach Behandlungsmethoden gesucht wurde, die keinen chirurgischen Eingriff nötig machten. Dazu zählte vor allem die allmähliche Dehnung der "Mulde", die bei betroffenen Frauen anstelle der Vagina vorhanden ist. Dabei kamen zunächst Stifte, sogenannte Phantome oder auch einfach die eigenen Finger zum Einsatz.

Dreimal täglich bis zu 20 Minuten lang mussten Frauen mit diesen sogenannten Vaginaldilatoren dafür sorgen, dass sich die Mulde in ihrem Intimbereich immer weiter dehnte. Die schmerzhafte Prozedur dauerte im Schnitt sieben Monate. Ähnlich funktionierte eine spätere Methode mit einer Art Zugapparat, der chirurgisch eingesetzt wurde, um die Mulde ein bis zwei Wochen lang zu dehnen. Hierbei bestand allerdings die Gefahr, dass die so geformte Vagina wieder schrumpfte, wenn die Frau keinen regelmäßigen Geschlechtsverkehr hatte.



Eine neue Vagina erschaffen

Seit den 50er-Jahren gab es verschiedene chirurgische Ansätze, Frauen mit dem MRKH-Syndrom ein normales Leben zu ermöglichen. Dabei ging es meist ebenfalls um eine Höhlenbildung mithilfe von Phantomen, die allerdings fast alle zum späteren Schrumpfen neigten. Lediglich die sogenannte Sigma-Vagina – die unter Verwendung von Darmgewebe hergestellt wurde – barg diese Gefahr nicht.

Inzwischen ist die Medizin schon so weit, dass eine Vagina auch komplett im Labor gezüchtet werden kann. Zwischen 2005 und 2008 verpflanzten US-Wissenschaftler vier Vaginen, die sie aus Muskel- und Epithelzellen aus dem Genitalbereich der Patientinnen gezüchtet hatten. Darüber berichteten die Forscher laut der britischen "Daily Mail" im Fachjournal "The Lancet". Heute sei kaum noch ein Unterschied zwischen dem natürlichen und dem gezüchteten Gewebe zu erkennen und die Patientinnen seien mit ihrer neuen Vagina vollkommen zufrieden.

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