Ohne Vagina geboren – Das MRKH-Syndrom

Freitag, 07.02.2014

Es gibt Frauen, die ohne Vagina geboren werden. In diesem Fall sprechen Ärzte vom Mayer-Rokitansky-Küster-Hauser-Syndrom – kurz MRKH.

Laut der "Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendgynäkologie" erkrankt eine von 5.000 Frauen am MRKH-Syndrom. Die betroffenen Frauen werden ohne Vagina geboren und haben in vielen Fällen auch keine Gebärmutter – oder diese ist so unterentwickelt, dass sie ihre Aufgabe nicht erfüllen kann. Frauen, die am Mayer-Rokitansky-Küster-Hauser-Syndrom leiden, sind demzufolge unfruchtbar und können auf natürlichem Wege keine Kinder bekommen. Auch normaler Geschlechtsverkehr ist durch das Fehlen der Vagina nicht möglich. Zwar ist die Vulva meist voll ausgebildet, sodass äußerlich kein Unterschied zu erkennen ist, doch die Scheide ist meist nicht mehr als eine kleine Mulde.

Ursachen des MRKH-Syndroms

Der Grund dafür, dass einige Frauen ohne Vagina geboren werden, liegt in einer sogenannten Hemmungsfehlbildung, die bereits während der Schwangerschaft auftritt. Im zweiten Monat bilden sich die weiblichen Geschlechtsorgane. Kommt es in dieser Entwicklungsphase zu Störungen, kann es passieren, dass die weiblichen Genitalien gar nicht oder nur unvollständig ausgebildet werden – die genaue Ursache dafür ist allerdings bis heute unbekannt.

Entdeckt wird das MRKH-Syndrom meist während der Pubertät. Wenn die erste Monatsblutung sehr lange auf sich warten lässt, sollten Mädchen einen Frauenarzt aufsuchen, der die Diagnose sehr schnell stellen kann, falls es sich um das MRKH-Syndrom handelt. Laut der Frauenakademie der Uni-Frauenklinik Tübingen leiden etwa 20 Prozent der Mädchen, bei denen die erste Periode ausbleibt, an dieser Krankheit.

Ein Leben ohne Vagina: Psychische Folgen

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Werden Mädchen damit konfrontiert, dass sie keine Vagina haben, übt dies meist einen enormen psychischen Druck auf sie aus. Jacqui Beck aus Großbritannien, die ebenfalls mit diesem Syndrom lebt, erzählte der "Daily Mail" von ihrer ersten Reaktion: "Ich war mir sicher, dass der Arzt falsch lag", so die damals 17-Jährige. "Ich habe die Praxis unter Tränen verlassen – ich würde nie erfahren, wie es ist, ein Kind zur Welt zu bringen, schwanger zu sein oder meine Periode zu haben." Für sie war es ein großer Schock: "Ich war wirklich wütend und fühlte mich, als sei ich keine echte Frau mehr." Vor allem deshalb ist es wichtig, dass mit der körperlichen Behandlung auch eine Therapie einhergeht, die die Jugendlichen emotional unterstützt.

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