Nuvaring-Macher warnen: Nicht für Risikogruppen

Freitag, 15.08.2014

In Kanada hat ein Nuvaring-Hersteller kürzlich eine Warnung herausgegeben. Bestimmte Frauengruppen sollten das Verhütungsmittel lieber nicht benutzen.

Inzwischen ist seit Längerem bekannt, dass der Nuvaring  bestimmte Risiken und potenzielle Nebenwirkungen mit sich bringt. In Kanada hat ein dortiger Hersteller des Verhütungsrings, die Firma Merck Canada Inc., jetzt allerdings explizite Warnungen herausgegeben, dass Frauen mit bestimmten gesundheitlichen Einschränkungen den Nuvaring nicht zur Verhütung einsetzen sollten.

Nuvaring als Gesundheitsrisiko
Laut einem bei "CTV News" zitierten Statement der Firma Merck Canada Inc. sollen Frauen, die älter als 35 sind und rauchen, den Nuvaring nicht benutzen. Auch Frauen, die bestimmte Krankheitsbilder aufweisen, sollten auf die Benutzung des Verhütungsringes verzichten. Dazu zählen laut der Firma Herz-Kreislauf-Erkrankungen, hoher Blutdruck, sehr hohe Blutfettwerte, Blutgerinnungsstörungen und Diabetes. Ebenso ist es für Patientinnen, die unter Migränekopfschmerzen oder Gesichtsfeldstörungen leiden, besser, den Nuvaring nicht einzusetzen. Frauen mit hohen Blutfettwerten, die aufgrund von Fehlfunktionen der Bauchspeicheldrüse unter konstanten Bauchschmerzen leiden, zählen ebenfalls zu den Risikogruppen.

Laut dem Merck-Sprecher sei es wichtig, dass Nuvaring-Nutzerinnen nicht nur auf die gängigen Nebenwirkungen des Verhütungsmittels achteten, sondern auch neue Gesundheitsrisiken im Auge behalten. Zu den weiteren potenziellen Nebenwirkungen zählen demnach Gelenkschmerzen, unkontrollierte Zuckungen, Hautirritationen, Hörverlust und Schwellugen um Augen, Lippen oder andere Gesichtspartien. Nuvaring-Trägerinnen, die derartige Symptome an sich bemerken, sollten sofort ihren Arzt aufsuchen.

Vor- und Nachteile des Verhütungsrings

Der Nuvaring hat im Gegensatz zur oral eingenommenen Pille den Vorteil, dass man ihn über 21 Tage hinweg dauerhaft trägt und nicht auf eine tägliche Einnahme achten muss. Außerdem ist diese Methode auch für Nutzerinnen geeignet, die aufgrund von Magen-Darm-Problemen keine oralen Kontrazeptiva einnehmen können. Im Gegensatz zur Pille beinträchtigen Erbrechen und Durchfall die Wirkung des Nuvarings nicht.

Wie die Pille kann der Verhütungsring aber auch die Nebenwirkungen und Risiken hormoneller Verhütungsmethoden mit sich bringen. Laut "Onmeda" können dazu unter anderem Kopfschmerzen, eine sinkende Libido, Gewichtszunahme, Scheidenentzündungen, Bauchschmerzen, Spannungsgefühle in der Brust und Stimmungsschwankungen zählen. Auch muss für eine sichere Verhütung genau darauf geachtet werden, dass der Ring nicht verrutscht. Weiterhin ist das Thromboserisiko beim Nuvaring im Gegensatz zur Pille noch längst nicht so weit erforscht.

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15.08.2014 18:00
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