Nie wieder fremdgehen? - Hormon macht treu

Donnerstag, 16.01.2014

Für viele Frauen ist Treue in einer Beziehung unverzichtbar. Doch was tun, wenn die Männer fremdgehen? Eine Studie zeigt, dass Hormone offenbar einen Einfluss auf die Treue haben.

Dachten Sie bislang immer, es wäre eine Frage der Moral, ob Männer fremdgehen oder nicht? Forscher der Universität Bonn haben nun eine ganz andere Erklärung dafür gefunden, wie Monogamie zustande kommt. In einer Studie kamen sie zu dem Ergebnis, dass das Hormon Oxytocin, auch "Kuschelhormon" genannt, dafür sorgt, dass Männer ihre Partnerin attraktiver als andere Frauen finden und deshalb auch nicht fremdgehen.

Hormone haben Einfluss auf Treue

Insgesamt 40 heterosexuelle Männer nahmen an der Studie der Bonner Forscher teil. Die Hälfte der Probanden erhielt ein Nasenspray, das mit dem Hormon Oxytocin angereichert war, die andere Hälfte nahm ein Placebo ein. Anschließend mussten die Studienteilnehmer abwechselnd Fotos von ihrer Partnerin und anderen Frauen anschauen. Währenddessen wurden ihre Hirnströme gemessen. Dabei zeigte sich: Diejenigen Männer, die das Kuschelhormon eingenommen hatten, zeigten eine besondere Aktivität in dem Teil des Gehirns, in dem das Belohnungszentrum sitzt.

"Dieser biologische Mechanismus ist einer Droge sehr ähnlich", erklärt der Leiter der Studie, René Hurlemann vom Universitätsklinikum Bonn gegenüber "Spiegel Online". "Sowohl in der Liebe wie auch beim Konsum von Drogen streben Menschen nach der Stimulation des Belohnungssystems im Gehirn." Genau durch diese von Oxytocin verursachte Stimulation sahen die Probanden ihre eigenen Partnerinnen als sehr viel attraktiver an als die anderen Frauen auf den Fotos.

Fremdgehen macht evolutionsbiologisch Sinn

Monogamie ist Hurlemann zufolge unter Säugetieren aber eher unüblich. "Der Mensch bildet da eine Ausnahme", so der Forscher. Und auch wenn das Fremdgehen des Mannes die Gefühle der Frau verletzt – evolutionsbiologisch sei es durchaus sinnvoll, dass ein Mann seine Gene möglichst weit verbreite, indem er mehrere Partnerinnen habe. Doch auch die vermehrte Ausschüttung von Oxytocin mache dem Experten zufolge Sinn: "Wenn Oxytocin die Paarbindung stärkt, wächst dadurch die Stabilität der Ernährer und damit die Überlebenschance des Nachwuchses."
Wer dem Fremdgehen des Partners vorbeugen möchte, sollte häufig den Körperkontakt suchen. "Warum berühren sich Paare so häufig? Weil auf diesem Wege der Oxytocin-Spiegel hochgehalten wird und dadurch wiederum wird die Bindung stabilisiert", so Hurlemann.

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