Neue Arznei gegen Herpes genitalis – Stoppt sie das Virus?

Dienstag, 15.04.2014

Herpes genitalis ist eine weitverbreitete, hochansteckende Geschlechtskrankheit. Ein neues Medikament könnte bei der Eindämmung der Krankheit helfen.
Dass Herpes genitalis so weitverbreitet ist, liegt vor allem daran, dass bislang keine Medikamente zur Verfügung stehen, mit denen das Virus abgetötet werden kann. Einmal infiziert, können Menschen die Erreger daher auch dann weitergeben, wenn sie selbst gar keine Symptome zeigen. Dies erschwert die Eindämmung der Geschlechtskrankheit. Doch ein neuer Wirkstoff gegen Herpes genitalis zeigte in mehreren Studien bereits vielversprechende Ergebnisse.


Medikamente töten Viren nicht ab
Bislang stehen für die Behandlung von Herpes genitalis zwar verschiedene Medikamente zur Verfügung, doch die Virostatika sorgen lediglich dafür, dass die Viruslast während der Einnahme gesenkt wird und die Symptome abklingen können. Abtöten können Wirkstoffe wie Valaciclovir, Aciclovir oder Famciclovir die Herpes-simplex-Viren, die für die Erkrankung an Genitalherpes verantwortlich sind, nicht. Deshalb ist eine Weitergabe der Viren auch dann möglich, wenn die Symptome bereits abgeklungen sind oder die Krankheit frei von Symptomen verläuft. Erschwerend hinzu kommt dem Gesundheitsportal "Lifeline.de" zufolge, dass die Herpes-Viren gegen einige der Wirkstoffe bereits Resistenzen entwickelt haben.


Herpes genitalis: Hilft ein neuer Wirkstoff?

In einer Studie der Universität von Washington in Seattle wurde nun ein neuer, vielversprechender Wirkstoff getestet: Pritelivir. Bereits in vorangegangenen Laborstudien hatte das Medikament eine gute antivirale Wirkung gezeigt. Deshalb testeten die amerikanischen Wissenschaftler Pritelivir nun an 125 Patienten, die zwar teilweise wiederholt an Genitalherpes litten, dabei jedoch allesamt keine Symptome aufwiesen. Die Studienteilnehmer wurden in zwei Gruppen unterteilt. Während die eine Gruppe einen Monat lang mit Pritelivir behandelt wurde, erhielt die andere Gruppe ein Placebo. Täglich wurden bei allen Patienten Abstriche genommen, die zur Messung der Viruslast dienten. Je höher die Viruslast bei einem Erkrankten ist, desto größer ist auch die Gefahr für eine gesunde Person, sich ebenfalls mit Herpes genitalis zu infizieren.
Dabei zeigte sich: Unter der Einnahme von Pritelivir waren die Abstriche beinahe frei von Herpes-Viren. Bevor das Anti-Herpes-Mittel jedoch möglicherweise auf den Markt kommen kann, sollen noch weitere, größere Studien folgen.  

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Neue Arznei gegen Herpes genitalis
Stoppt sie das Virus?
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