Mythos PMS? – Nur ein Ammenmärchen?

Donnerstag, 13.03.2014

Angeblich sind Frauen kurz vor ihrer Menstruation besonders launisch. Schuld daran soll PMS sein. Doch ein Forscherteam meint: Die Laune einer Frau hat gar nichts mit ihrem Zyklus zu tun.

Etwa zwei Drittel bis drei Viertel aller Frauen sollen vom prämenstruellen Syndrom, kurz: PMS, betroffen sein. Darunter zusammengefasst werden ganz verschiedene Beschwerden, die bei vielen Frauen Monat für Monat auftreten – allerdings immer nur in der zweiten Zyklushälfte und damit in den Tagen vor den Tagen.

Symptome von PMS

Egal, unter welchen Beschwerden Sie in dieser Zeit leiden – eigentlich kann es sich dabei nur um PMS handeln, denn die Liste der Symptome, durch die sich das prämenstruelle Syndrom äußern soll, ist lang. Bis zu 150 verschiedene Anzeichen werden dem Syndrom zugeordnet: Neben Kopfschmerzen, Brustspannen oder Depressionen gelten Stimmungsschwankungen als deutlichste Anzeichen von PMS. Das allerdings stellt eine Forschergruppe aus Neuseeland und Kanada dem "Spiegel" zufolge infrage.

Hat PMS Einfluss auf die Stimmung?

Im Rahmen einer Studie werteten die Medizinerinnen und Psychologinnen die Ergebnisse verschiedener vorangegangener Untersuchungen aus. Insgesamt analysierten sie Daten von mehr als 4.000 Frauen, die in 47 Studien erhoben worden waren. Keine der Probandinnen befand sich zum Zeitpunkt der Studie wegen prämenstrueller Beschwerden in Behandlung. Das Ergebnis: Nur in sieben Studien zeigten sich vor den Tagen eine Verschlechterung der Stimmungslage. In 18 Studien jedoch fanden die Forscher gar keinen Hinweis auf einen Zusammenhang von Stimmung und Zyklusphase. In ebenfalls 18 Studien war ein Stimmungstief zwar vor den Tagen zu beobachten – allerdings zusätzlich auch währenddessen oder danach.

Durch die Auswertung der Studien kommen die neuseeländischen und kanadischen Forscherinnen zu dem Schluss, dass es keinen Hinweis darauf gebe, dass der Zyklus einen Einfluss auf die Stimmung hat. "Das Konzept PMS vermittelt zudem das Bild, als wäre jegliche Stimmung von Frauen mit ihren Hormonen verknüpft", kritisiert das Forscherteam um Gillian Einstein von der kanadischen University of Toronto. Den Ergebnissen der Studie stehen allerdings die Meinungen von vielen Frauen sowie Ärzten und Psychologen entgegen. Doch Einstein sieht darin keinen Widerspruch. "Wir berichten von statistischen Maßen, nicht von individuellen Fallgeschichten. Sicherlich gibt es auch Frauen, die in den Tagen vor ihrer Periode eine negative Stimmung oder körperliche Beschwerden haben", so die Forscherin.

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