Mythen um den Zyklus der Frau – Stimmt’s?

Mittwoch, 16.04.2014

Um den Zyklus der Frau ranken sich viele Mythen. So soll dieser mit dem Mondzyklus synchronisiert sein – oder sogar mit dem der besten Freundin. Ist irgendetwas davon wahr?

Es dauert ungefähr 29,5 Tage, ehe der Mond einmal die Erde umrundet hat. Damit entspricht der Mondzyklus in etwa der Länge des durchschnittlichen Zyklus der Frau. Das kann doch kein Zufall sein – oder doch? Wissenschaftlich widerlegen lässt sich dieser Mythos zwar nicht, doch wenn man bedenkt, dass der Zyklus bei einigen Frauen kürzer ist, bei anderen wiederum länger, ist vielleicht doch eher von Zufall zu sprechen. Bei anderen Säugetieren ist er sogar nur wenige Tage lang: Bei der Maus kommt es etwa alle fünf Tage zum Eisprung. Und welche Rolle spielen dann noch Voll- und Neumond? Schließlich startet der Zyklus nur bei einem Teil der Frauen zufällig an einem dieser Tage.

Kennt der Zyklus Ihre beste Freundin?

Wenn es schon nicht der Mond ist, der Ihren Zyklus beeinflusst, dann aber vielleicht Ihre beste Freundin. Immer wieder berichten Frauen davon, dass sich ihr Zyklus mit dem ihrer besten Freundin synchronisiert. Die These wurde in den 1960er-Jahren von der US-Studentin Martha McClintock vom Wellesley College in Massachusetts vorgetragen, die 1971 sogar einen angeblichen Beweis im Fachjournal "Nature" dazu veröffentlichte. Sie hatte 135 Studentinnen ihres Wohnheims hierzu befragt. Angeblich würden bei Frauen, die viel Zeit miteinander verbringen, Pheromone als Signalstoffe zu einer Synchronisation führen.

Wie der österreichische "Standard" berichtet, gibt es bis heute trotz intensiver Forschungen keinen Beweis für diese Annahme. Möglich sei eine subjektiv gefärbte Wahrnehmung, da sich durch unterschiedlich lange Menstruationszyklen diese zumindest vorübergehend angleichen können. Der Mythos kann bisher weder bestätigt, noch widerlegt werden.

Sport trotz Zyklus: Warum nicht?

Erinnern Sie sich zurück an die Schulzeit: Wie oft haben Ihre Mitschülerinnen oder Sie selbst beim Sport gefehlt und dies mit Ihrer Menstruation entschuldigt? Wahrscheinlich war es einfacher, dies bei den männlichen Sportlehrern durchzukriegen, die vom Zyklus der Frau nur wenig Ahnung haben. Denn Sport während der Regelblutung ist ohne Einschränkungen möglich – es sei denn, es stellen sich außergewöhnlich starke Regelschmerzen ein. Ein unwahrer Mythos ist es jedoch, dass man grundsätzlich keinen Sport treiben sollte.

Um eine Schwangerschaft verhindern zu wollen, kann man sich bei einem Arzt beraten lassen, welches Verhütungsmittel für einen das Beste ist.

Ob die Wahl nun auf die mechanische oder auf die hormonelle Verhütung fällt ist Nebensache, wichtiger ist, dass Sie sich dabei wohlfühlen.

 

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