Mittel gegen Scheidenpilz - was hilft wirklich?

Montag, 16.06.2014

Es juckt, es brennt: Scheidenpilz nervt. Um die lästigen Keime wieder loszuwerden, gibt es verschiedene Medikamente – Ökotest hat einige rezeptfreie Exemplare getestet.

Der Feind heißt Candida albicans: Der Hefepilz ist der häufigste Verursacher von Scheidenpilz. Drei von vier Frauen erkranken in ihrem Leben mindestens einmal an der Infektion. Und so schnell, wie der Scheidenpilz kommt, will man ihn auch wieder loswerden. Nur wie? Welche Präparate helfen wirklich?

Scheidenpilz durch übertriebene Hygiene?

"An mangelnder Körperpflege liegt es nur selten. Ganz im Gegenteil: Gerade übertriebene Hygiene – Intimsprays, parfümierte Seifen, Schaumbäder – leistet dem Wachstum der Pilze Vorschub", klärt der Ökotest-Bericht über Mittel gegen Scheidenpilz auf. Hormonelle Veränderungen, Antibiotika oder ein schwaches Immunsystem im Allgemeinen begünstigen die Vermehrung der Pilze und bringen die Scheidenflora schneller ins Ungleichgewicht. Was also tun?

Inzwischen gibt es eine ganze Reihe von Präparaten, die rezeptfrei in der Apotheke erhältlich sind. Wie bei so vielen Mitteln fragt man sich auch hier: Was bringen diese Medikamente? Ideal ist eine Kombi-Behandlung aus Vaginaltabletten und -creme oder Vaginalzäpfchen und -creme. So werden Sie den Ausfluss und den Juckreiz am schnellsten wieder los. Ökotest empfiehlt nach eigenen Untersuchungen konkret zwei Wirkstoffe: Clotrimazol und Nystatin. Unter 15 getesteten Produkten gegen Scheidenpilz schnitten jene am besten ab, die diese Wirkstoffe beinhalteten.

Anwendungshinweise beachten!

"Während des ersten Drittels der Schwangerschaft ist sicherheitshalber Nystatin zu bevorzugen, denn es gibt Bedenken, dass Clotrimazol eine Fehlgeburt verursachen könnte", heißt es weiter. Abgeraten wird dagegen von Dequaliniumchlorid und Povidon-Jod. Diese seien unspezifisch wirksame Desinfektionsmittel – statt den Scheidenpilz gezielt zu bekämpfen, würden sie die Vaginalhaut gegebenenfalls nur noch mehr reizen und Irritationen verursachen.

Aufpassen sollten Sie auch in der Kombination von Scheidenpilz-Medikamenten und dem Verhüten mit Kondomen. Die Reißfestigkeit kann beeinträchtigt werden. Da manche Produkte PEG oder PEG-Derivate beinhalten, wird durch den Gebrauch die Durchlässigkeit der Haut erhöht – Fremdstoffe gelangen noch einfacher in den Körper. Das Gesundheitsportal "Lifeline" weist zudem darauf hin, dass Clotrimazol und Co. unbedingt lange genug und nach Vorschrift des Herstellers benutzt werden sollen, damit der Scheidenpilz tatsächlich verschwindet.

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Scheidenpilz: Symptome & Behandlung

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