Werbespot: Mit Dildos für Waffensicherheit

Dienstag, 29.07.2014

Zwei kleine Jungs spielen "Star Wars" – nur haben sie statt eines Lichtschwerts leider den Dildo ihrer Mutter in der Schublade gefunden – so beginnt ein origineller US-Sicherheits-Spot.

Mehr als fünf Millionen Klicks hat der amerikanische Dildo-Spot inzwischen auf Youtube erhalten. In dem Video, das die Organisation Evolve Ende Juni ins Netz stellte, sieht man zwei Mütter, die sich zuerst höflich über ihre Kinder unterhalten. Währenddessen sieht man den Nachwuchs in selbstgebastelten "Star Wars"-Kostümen im Hintergrund umherlaufen. Als die Kleinen näherkommen, bemerken sowohl die Mütter als auch der Zuschauer, dass sich die Jungen nicht mit Lichtschwertern duellieren, sondern die Sexspielzeuge ihrer Mütter zweckentfremdet haben. Einer der Jungen hält einen pinken Dildo in der Hand, der andere einen Vibrator, der auch prompt zu brummen anfängt. Den Müttern bleibt vor Entsetzen der Mund offenstehen. Dann ertönt eine Stimme aus dem Off: "Wenn sie es finden, dann spielen sie auch damit. Also schließen Sie stets Ihre Waffen weg."

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Dildo statt Feuerwaffen

Hinter dem witzigen Dildo-Fight steckt also eine wichtige Absicht. "Unser Werbespot ist humorvoll, aber die Botschaft dahinter ist sehr ernst", erklärt dementsprechend auch Evolve-Mitgründerin Rebecca Bond in einem Statement, das unter anderem bei "RT.com" zitiert wird, "Eltern müssen verantwortungsbewusst für Sicherheit in ihren eigenen Häusern sorgen." Für Dildos und Waffen gelte letztendlich das Gleiche: "Wenn

Sie nicht wollen, dass Ihre Kinder damit spielen, räumen Sie es weg. Es liegt an Ihnen, ob Sie Ihre Sachen wegschließen."

Im waffenvernarrten Amerika versuchen die Macher des Dildo-Spots ihre Botschaft mit einem Augenzwinkern zu vermitteln: "Wir nutzen Humor, um durch die politische Korrektheit zu dringen und eine einfache Botschaft zu vermitteln. Amerikaner können eine ernsthafte Konversation über Waffensicherheit führen, ohne dass es gleich in einen politischen Abgrund führen muss."

Unfälle können vermieden werden

Für die sichere Aufbewahrung von Feuerwaffen setzt sich auch Shannon Watts von der Organisation "Moms Demand Action for Gun Sense in America" ein: "Es gibt nicht genügend Gesetze, um den Leuten klarzumachen, dass mit gewissen Rechten auch Verantwortung einhergeht", äußert sie sich auf der Website der Organisation zu den zahlreichen Unfällen mit ungesicherten Waffen, "das sind Todesfälle, die verhindert werden könnten. 70 Prozent hätten vermieden werden können, wenn die Waffenbesitzer ihre Gewehre verantwortungsbewusst gelagert hätten."

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Was hat ein Dildo mit einer Waffe zu tun? Nichts? Ein US-Werbespot zieht einen interessanten Vergleich...

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29.07.2014 16:00
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