Mehr als nur Sex: Tantra – indische Lehre

Montag, 05.08.2013

Tantra ist eine indische Liebeskunst, die über das rein Körperliche hinausgeht. Die Verbindung von körperlichen und spirituellen Aspekten soll dabei zu purer Ekstase verhelfen können.

Auch wenn mit Tantra ganz neue sexuelle Erfahrungen möglich sind, geht es bei der indischen Philosophie um mehr als bloßen Sex. Im Vordergrund steht die Vereinigung von Körper, Geist und Seele.

Was ist Tantra?

Der Begriff "Tantra" stammt aus dem Sanskrit und bedeutet so viel wie "Gefüge" oder "Kontinuität". Damit ist der fließende Übergang von profanen zu spirituellen Erfahrungen gemeint. Es hat seinen Ursprung in Indien und ist im Hinduismus und Buddhismus verankert. Tantra ist vor allem praxisorientiert, als Tantriker lassen sich demnach auch nur Menschen bezeichnen, die die Lehren tatsächlich regelmäßig praktizieren. Dies geschieht vor allem durch Tantra-Massagen, Entspannungstechniken und spirituell-sexuelle Praktiken.

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Achtsamkeit lernen

Tantra setzt zunächst einmal bei der Selbstwahrnehmung an, denn die Wahrnehmung soll ganz gezielt nach innen gerichtet werden. Speziell ausgebildete Tantra-Lehrer können ihre Schüler dabei anleiten, sich Impulsen folgend zu bewegen und diese Bewegungen ganz bewusst zu spüren. Nach dem Achtsamkeitstraining mit einem Tantra-Lehrer können sich Paare gegenseitig in den verschiedenen Tantra-Praktiken stimulieren. "Es geht darum, die Zweisamkeit neu zu entdecken, Vertrauen und Hingabe zu entwickeln, Hemmungen abzubauen und mit der Zeit ungeahnte Gipfel der Ekstase zu erreichen", so Kalashatra Govinda in ihrem Buch "Tantra - Geheimnisse östlicher Liebeskunst".

Tantra-Massagen umfassen den gesamten Körper

Bei den Tantra-Massagen werden alle Körperteile mit einbezogen, auch der Intimbereich. Wichtig ist, sich genügend Zeit zu nehmen, um sich wirklich auf die ausgelösten Empfindungen einlassen zu können. Eine Tantra-Massage umfasst beispielsweise sanftes Streichen mit den Fingerspitzen. Dabei berühren die Finger den Körper des Partners nur sehr leicht. Wahlweise kann die Massage auch mit einer Feder durchgeführt werden. Eine Tantra-Massage umfasst den gesamten Körper, auch Stellen wie die Lippen, die Wangenknochen oder die Handinnenflächen. Die Sinne beider Partner sind dabei dank des Achtsamkeitstrainings besonders empfänglich für die Berührungen, wodurch ausgesprochen starke Empfindungen bis hin zur totalen Ekstase möglich sind.

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