Lust auf Sex: Fremdgehen – Ist Schlafmangel schuld?

Dienstag, 20.08.2013

Wurden Sie schon einmal betrogen? Sind Sie selbst bereits einmal fremdgegangen? Eine Studie zeigt: Schlafmangel begünstigt die Lust auf Sex in fremden Betten.

Ein Seitensprung kann aus ganz verschiedenen Gründen entstehen und jeder bewertet das Fremdgehen anders. Dennoch dürften die meisten Menschen nicht begeistert darüber sein, wenn der Partner Sex außerhalb der Beziehung hat. Dass das Schlafverhalten eine Rolle bei der Lust auf Sex und ebenso bei einem Seitensprung spielen kann, hätten Sie sicherlich nicht vermutet, oder? Zu diesem Schluss jedoch kommen US-amerikanische Forscher.

Zusammenhang zwischen Schlaf und Lust auf Sex

Ein Forscherteam  um Christopher M. Barnes von der University of Washington’s Forster School of Business untersuchte in einer Laborstudie den Zusammenhang zwischen der Schlafdauer und ethischem Verhalten, darunter auch in Bezug auf das Fremdgehen. Die Auswertungen der Studie ergaben, dass schon ein Schlafmangel von nur wenigen Minuten zu einem unethischen Verhalten führen kann. Bei ihren Laboruntersuchungen fanden Barnes und seine Kollegen heraus, dass bereits ein Schlafmangel von 22 Minuten die Wahrscheinlichkeit für das Fremdgehen erhöht. Auch in den Feldstudien zeigte sich, dass die natürlichen Schwankungen in der Schlafdauer, die in den meisten Nächten 6,5 bis 8,5 Stunden betrug, Rückschlüsse über ethisches, bzw. unethisches Handeln am nächsten Tag auf der Arbeit zuließen.

Veränderungen im Gehirn sind schuld

Erklärt werden kann dieses Verhalten durch die Abläufe im Gehirn. Denn an der Lust auf Sex außerhalb der Beziehung ist ein Mangel an Selbstbeherrschung schuld. Der Teil des Gehirns, der für die Selbstbeherrschung und das emotionale Bewerten von Handlungen verantwortlich ist, ist der präfrontale Cortex. Der präfrontale Cortex benötigt Glukose, um einwandfrei funktionieren zu können. Durch einen Schlafmangel verringert sich jedoch der Glukose-Gehalt. Die Folge: mangelnde Selbstbeherrschung und infolgedessen irrationale Entscheidungen. Die Sexualtherapeutin Gabriele Maurer-Waitschacher vom Institut für Sexualtherapie in Kärnten findet die Studienergebnisse nachvollziehbar. "Das Ergebnis ist durchaus glaubwürdig. Schlafentzug wird beispielsweise auch als Foltermethode angewandt, um Geständnisse von mutmaßlichen Tätern zu bekommen. Wenn jemand an Schlafentzug leidet, kommt es oft zu Gereiztheit, Aggression sowie Über- und Unterbewertung von Schmerzempfinden", so die Expertin gegenüber der Nachrichtenagentur pressetext.

Erfüllender Sex spielt in fast jeder Beziehung eine große Rolle: Abenteuerliche Sexstellungen können das gemeinsame Vergnügen beflügeln.

Eine gegenseitige Intimrasur kann wieder Schwung ins Schlafzimmer bringen.

 

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