Kupferspirale und Kupferkette – Wo sind die Unterschiede?

Dienstag, 25.02.2014

Neben der klassischen Kupferspirale gibt es auch die Möglichkeit, mit einer sogenannten Kupferkette zu verhüten. Worin liegen die Unterschiede der beiden Verhütungsmittel?

Die Kupferkette, die unter dem Namen Gynefix vertrieben wird, wirkt nach demselben Prinzip wie die klassische Spirale aus Kupfer: Durch die Abgabe von Kupfer-Ionen verringert sich einerseits die Beweglichkeit der eindringenden Spermien. Andererseits wird verhindert, dass sich das Ei in der Gebärmutter einnisten kann. 

Kupferspirale und Kupferkette

Die Kupferspirale hat eine T-Form und besteht aus Kunststoff. In der Mitte ist sie mit Kupferdraht umwickelt. Die Kupferkette hingegen ist lediglich ein Band, auf das je nach Größe der Gebärmutter vier bis sechs Kupferzylinder aufgezogen werden. Beide Verhütungsmittel zählen zu den Intra-Uterin-Pessaren (IUP), weil sie in die Gebärmutter eingesetzt werden und dort wirken. 

Die Kupferspirale wird mithilfe eines Plastikröhrchens durch einen Arzt in die Gebärmutter eingesetzt. Dies geschieht üblicherweise während oder am Ende der Regelblutung, da der Gebärmutterhals zu dieser Zeit etwas geweitet ist. Damit die Spirale auch richtig sitzt, muss sie dem jeweiligen Frauenkörper angepasst werden. 

Die Kupferkette hingegen wird nicht einfach nur in die Gebärmutter eingesetzt, sondern vom Arzt mithilfe einer Nadel an der Gebärmutterwand befestigt. Dadurch ist sie nicht nur flexibler als die Spirale – es besteht auch kein Risiko, dass sie durch eine falsche Platzierung ausgestoßen wird, wie es bei der Spirale passieren kann.

Beide Verhütungsmittel können etwa drei bis fünf Jahre im Körper verbleiben. Einige Kupferspiralen sollen sogar bis zu zehn Jahre getragen werden können. Die Kosten liegen sowohl bei der Kupferkette als auch bei der Spirale mit Kupferdraht zwischen etwa 150 und 200 Euro inklusive Einsetzen.

Wie sicher sind Kupferspirale und Kupferkette?

Der Familien- und Sozialberatungsstelle "Pro Familia" zufolge liegt der Pearl-Index der Spirale aus Kupfer bei 0,3 bis 0,8. Das bedeutet, dass während eines Jahres drei bis acht von 1.000 Frauen unter der Verwendung der Kupferspirale schwanger werden. Für die Kupferkette gilt laut "Pro Familia" ein ähnlicher Wert. Das Medizinportal "netdoktor.at" hingegen zitiert eine Studie, die im "British Journal of Family Plannung" veröffentlicht wurde. Diese kommt zu dem Schluss, dass der Pearl-Index der Kupferkette sogar noch niedriger ist, nämlich bei 0,1 bis 0,3 liegt. Demnach wäre die Kupferkette noch sicherer als die Spirale aus Kupfer.

Um eine Schwangerschaft verhindern zu wollen, kann man sich bei einem Arzt beraten lassen, welches Verhütungsmittel für einen das Beste ist.

Ob die Wahl nun auf die mechanische oder auf die hormonelle Verhütung fällt ist Nebensache, wichtiger ist, dass Sie sich dabei wohlfühlen.

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