Kupfer-Spirale und Risiken: Verrutschungsgefahr

Montag, 05.08.2013

Die Kupfer-Spirale ist ein relativ sicheres Verhütungsmittel mit vielen Vorteilen. Doch was passiert, wenn sie verrutscht?

Viele Frauen, die die Kupfer-Spirale als Verhütungsmittel in Erwägung ziehen, haben die Befürchtung, dass sie sich in der Gebärmutter verschiebt und so unwirksam wird oder gar gesundheitliche Schäden anrichtet. Doch wie hoch ist dieses Risiko tatsächlich?

Die Gefahr, dass die Spirale verrutscht, besteht hauptsächlich in den ersten Monaten nach der Einlegung. Im ersten Jahr der Anwendung kommt es bei nur ein bis fünf Prozent der Frauen zu einer Verschiebung. Die Kupfer-Spirale rutscht dabei in den Gebärmutterhalskanal oder wird komplett aus der Gebärmutter abgestoßen. Dies führt unwillkürlich zu einer Beeinträchtigung ihrer Wirksamkeit. Häufig verrutscht die Spirale während der Regelblutung, wenn sich die Gebärmutter zusammenzieht.

Ungewöhnlich starke Schmerzen während der Menstruation können daher ein Warnzeichen sein. Manche Frauen verspüren Krämpfe im Unterleib, andere merken wiederum nichts vom Verrutschen der Kupfer-Spirale. Heftige Bewegungen beim Sport oder schwere körperliche Arbeit beeinflussen entgegen verbreiteter Meinung den Sitz der Spirale nicht. Auch Geschlechtsverkehr ist, nach den ersten drei Tagen nach der Einsetzung, bedenkenlos möglich.

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Kupfer-Spirale verrutscht, was nun?

Ein Vorteil der Kupfer-Spirale besteht darin, dass man nach dem Einsetzen kaum an sie denken muss und trotzdem sicher verhütet. Dennoch sollten die regelmäßigen Kontrollbesuche beim Frauenarzt unbedingt eingehalten werden. Gerade in der Anfangszeit treten mitunter häufiger Komplikationen auf; deshalb erfolgt die erste Kontrolle ungefähr einen Monat nach dem Einsetzen. Danach steht alle sechs Monate ein Besuch beim Frauenarzt an. Aber auch im späteren Verlauf sollten alle ungewöhnlichen Schmerzen und Unregelmäßigkeiten sofort untersucht werden.

Zwar bleiben die Kupferpartikel auch einige Zeit nach dem Verrutschen in der Gebärmutterschleimhaut aktiv, aber die Spirale kann sich auch verschieben oder abgestoßen werden, ohne dass man dies bemerkt. Außerdem erhöht eine falsche Position der Kupfer-Spirale die Gefahr von Infektionen oder Verletzungen an der Gebärmutter. Um eine Schwangerschaft zu verhindern oder gesundheitliche Probleme zu vermeiden, suchen Sie als Spiralenträgerin unverzüglich den Frauenarzt auf, sobald Sie eine Veränderung feststellen.

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Um eine Schwangerschaft verhindern zu wollen, kann man sich bei einem Arzt beraten lassen, welches Verhütungsmittel für einen das Beste ist.

Ob die Wahl nun auf die mechanische oder auf die hormonelle Verhütung fällt ist Nebensache, wichtiger ist, dass Sie sich dabei wohlfühlen.

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05.08.2013 14:44
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