Künstlich schwanger werden – Trypsin verrät Erfolg

Donnerstag, 27.02.2014

Frauen, die mithilfe von künstlicher Befruchtung schwanger werden wollen, müssen damit rechnen, dass ihr Körper die befruchtete Eizelle abstößt. Trypsin soll bei der Vorhersage helfen.

Es kann verschiedene Gründe haben, warum eine Frau nicht schwanger werden kann. Häufig liegt die Ursache auch beim Mann. Die künstliche Befruchtung kann einen lang gehegten Kinderwunsch manchmal doch noch erfüllen. Doch auch hier liegen die Erfolgschancen im Vergleich zum natürlichen Weg mit weniger als 30 Prozent nicht viel höher. Der Grund: Die Gebärmutter kann befruchtete Eizellen abstoßen, aus denen sich ein nicht gesunder Embryo entwickeln würde.

"Viele Embryos haben eine Chromosom-Abnormität, weshalb es einen Mechanismus geben muss, der eine Schwangerschaft stoppt", zitiert die "BBC" den Wissenschaftler Nick Macklon von der Universität im britischen Southampton.

Trypsin verrät gesunden Embryo

Bei einer künstlichen Befruchtung in Form einer In-Vitro-Fertilisation (IVF) wird zunächst eine Eizelle entnommen, dann künstlich befruchtet und anschließend in die Gebärmutter eingesetzt. Bisher lässt sich jedoch nicht vorhersagen, ob sich die Eizelle einnistet oder abgestoßen wird – etwa weil die Gebärmutter die erwähnte Abnormität erkennt.

Macklon will in einer Studie nun herausgefunden haben, wie sich vor dem Einsetzen der Eizelle erkennen lässt, ob der Embryo gesund ist, damit die Gebärmutter die Eizelle akzeptiert und die Frau schwanger werden kann. Macklon hat das Enzym Trypsin als einen solchen Marker erkannt: "Wir haben den Weg der Signalübertragung identifiziert, und das hat einen klinischen Gesamtzusammenhang, weil eine erfolglose Implantierung immer noch der Hauptgrund dafür ist, dass eine IVF scheitert“, so Macklon.

Erfolgreicher künstlich schwanger werden?

Schwanger werden mithilfe von IVF könnte damit künftig leichter werden: Wenn sich in der befruchteten Eizelle das Enzym Trypsin nachweisen lässt, würden der Theorie zufolge die Chancen steigen, dass die Gebärmutter die implantierte Eizelle annimmt und die Frau schwanger werden kann.

Bevor es jedoch so weit ist und ein Durchbruch bei der künstlichen Befruchtung durch IVF gelingt, müssen noch weitere Untersuchungen folgen. Eventuell lässt sich mithilfe von Macklons Theorie auch erklären, warum es bei einigen Frauen mit der Schwangerschaft nicht klappen will oder weshalb sie eher Fehlgeburten erleiden.

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