Kondome und andere Verhütungsmittel – Vatikan startet Umfrage

Montag, 11.11.2013

Die katholische Kirche hat in der Vergangenheit massiv an Reputation eingebüßt – vor allem ist das ihrer Einstellung zu Homosexualität, Abtreibung oder Verhütung mit Kondom zuschulden. 

Die erzkonservative Einstellung der Kirche ist immer mehr Menschen ein Dorn im Auge, weshalb sie sich von der Kirche abwenden. Besonders die Meinung der Katholiken zu weltlichen Themen – wie die Verhütung mit einem Kondom, gleichgeschlechtliche Ehen oder die Abtreibungsdebatte – rückte in den vergangenen Jahren immer wieder in den Fokus.

Kondome: Werden sie von Katholiken genutzt?

Einen Wandel versprachen sich viele Gläubige, als Franziskus das Papst-Erbe von Benedikt XVI. antrat. Seit Amtsantritt zeigte sich der argentinische Geistliche offen gegenüber diesen weltlichen Themen und warb mit einer Reformation der starren Kirchenstrukturen und -lehren. Nun könnte der Zeitpunkt des Wandels angebrochen sein, denn der Vatikan schickte kürzlich im Auftrag des Papstes an alle Bistümer einen Fragebogen. Das Oberhaupt der katholischen Kirche möchte sich auf diese Weise ein Meinungsbild der Gläubigen verschaffen. Wie der Fragebogen einleitet, gehe es  neben Themen wie Polygamie, alleinerziehende Eltern und interreligiöse Ehen auch um "Formen des Feminismus, die gegenüber der Kirche feindselig eingestellt sind." 

Der Papst möchte zudem ein Meinungsbild über gleichgeschlechtliche Ehen sowie dem damit einhergehenden Adoptionsrecht für Homosexuelle einholen. Auch das Kondom ist ein Thema der Umfrage, denn bisher sprach sich die Kirche eindrücklich gegen künstliche Empfängnisverhütung aus. 

Papst möchte Meinungsbild erstellen

Die Anhänger der katholischen Kirche sollen nun auf diesem Wege die Möglichkeit erhalten, ihre Meinung zu den angesprochenen Themen zu äußern. Denn selbst in den Bistümern finden sich immer mehr liberal eingestellte Geistliche, denen es immer schwerer fällt, sich mit den konservativen Kirchenlehren zu identifizieren. Inwiefern der Papst sein Reformationsvorhaben umsetzt, bleibt abzuwarten. Der erste Schritt des unkonventionellen Kirchenoberhauptes ist mit dieser Umfrage aber bereits getan. Auf der Bischofssynode, zu der der Papst im Oktober 2014 aufgerufen hat, sollen erste Ergebnisse präsentiert werden. Bis dahin wird man die Fragebögen sammeln, auswerten und sorgfältig besprechen. Dann wird auch das Thema Verhütung mit Kondom erneut beleuchtet werden.

Um eine Schwangerschaft verhindern zu wollen, kann man sich bei einem Arzt beraten lassen, welches Verhütungsmittel für einen das Beste ist.

Ob die Wahl nun auf die mechanische oder auf die hormonelle Verhütung fällt ist Nebensache, wichtiger ist, dass Sie sich dabei wohlfühlen.

 

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11.11.2013 15:09
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