Kondome: Materialien – Welche gibt es?

Montag, 03.03.2014

Kondome aus Latex sind sicher der Klassiker, doch mittlerweile gibt es noch viele weitere Materialien, aus denen das Verhütungsmittel hergestellt werden kann.

Der Großteil der Kondome wird aus Latex hergestellt. Latex, genauer gesagt Naturkautschuklatex, ist eine zähe milchige Flüssigkeit, die aus der Rinde von Gummibäumen gewonnen wird, die überwiegend in Südamerika und Asien angebaut werden. Damit das Material ganz fein und elastisch wird und zur Verhütung eingesetzt werden kann, wird es aufwendig verarbeitet.

Alternativen zu Latex-Kondomen

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Weil immer mehr Menschen auf Latex allergisch reagieren, werden Kondome aber auch noch aus anderen Materialien hergestellt, beispielsweise aus synthetischem Polyisopren. Dabei handelt es sich um ein künstliches Latex, das sich nur in einem Punkt von dem natürlichen Latex unterscheidet: Es enthält keine Eiweißstoffe, die beim Natur-Latex für das Auftreten von Allergien verantwortlich sind. Polyisopren hat als synthetisches Gummi dieselben Eigenschaften wie das verwandte Material Neopren, das allerdings zu dick und nicht flexibel genug ist, um für die Herstellung von Kondomen verwendet werden zu können.

Auch Polyurethane (PUR) gehören zu den Materialien, aus denen latexfreie Kondome hergestellt werden. Die Kunststoffe zeichnen sich durch eine hohe Elastizität und Reißfestigkeit aus – und haben dabei eine Materialstärke von nur 0,02 Millimetern. Deshalb gelten Kondome aus Polyurethanen auch als besonders gefühlsecht. Auch sie lösen nur sehr selten Allergien aus. 

Noch viel länger als Latex wird zur Herstellung von Kondomen auch speziell behandelter Schafs-Naturdarm verwendet. Diese Kondome können zwar eine ungewollte Schwangerschaft verhindern, sind aber durchlässig für verschiedene Viren. Deshalb bieten sie keinen Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten wie HIV, Chlamydien, Syphilis oder Tripper.

Überempfindlichkeit abklären lassen

Wenn Sie Symptome wie Hautreizungen oder Juckreiz nach der Verwendung von Kondomen aus Latex bei sich beobachten, kann es sein, dass Sie auf das Material allergisch sind. Allerdings ist es ebenfalls möglich, dass Sie auf einen der Bestandteile des Gleitmittels allergisch reagieren, mit denen das Kondom bereits bei der Herstellung versehen wurde. Möglicherweise kann dann bereits der Wechsel der Kondom-Marke Abhilfe schaffen. Bemerken Sie Unverträglichkeiten bei sich, sollten Sie diese mit Ihrem Frauenarzt besprechen.

Die einfachste und schnellste Methode ist das Verhütungsmittel Kondom.

Die Wahl des richtigen Verhütungsmittels ist besonders wichtig. Es sollte auf die Bedürfnisse der Frau abgestimmt sein.

 

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