Kondome gegen Herpes genitalis: Kein sicherer Schutz?

Samstag, 30.08.2014

Kondome gelten als zuverlässiger Schutz gegen Geschlechtskrankheiten. Doch amerikanische Forscher weisen darauf hin, dass vor allem Herpes genitalis trotzdem übertragen werden kann.

Herpes genitalis gehört zu den weitverbreitetsten Geschlechtskrankheiten und äußert sich in vielen Fällen durch juckende, stark brennende Bläschen im Intimbereich. Allerdings kann die sexuell übertragbare Krankheit auch völlig symptomfrei ablaufen. Auch ohne auftretende Symptome sind die Erkrankten jedoch ansteckend und können die Erreger an andere Menschen weitergeben. Auch wenn Kondome den besten Schutz vor Genitalherpes bieten – verschiedene US-Studien haben gezeigt, dass eine Infektion auch trotz der Verwendung von Kondomen nicht ausgeschlossen werden kann.

Infektion trotz Kondom?

Ein Kondom kann Frauen nur teilweise vor den Erregern von Herpes genitalis schützen, wie verschiedene Studien zeigen. Eine im Fachmagazin "PLoS One" veröffentlichte Studie etwa kam zu dem Schluss, dass Kondome in vielen Fällen versagen und eine Infektion mit den Herpes-Simplex-Viren nicht verhindern können.

Und auch die US-Gesundheitsbehörde Centers for Disease Control and Prevention (CDC) weist auf ihrer Website explizit darauf hin, dass der Gebrauch von Kondomen allein nicht ausreicht, um die Verbreitung von Geschlechtskrankheiten zu verhindern. "Eine konsequente und korrekte Anwendung von Latexkondomen kann das Risiko einer Infektion mit sexuell übertragbaren Krankheiten verringern, aber nicht ausschließen", warnt die CDC. Denn auch Körperstellen, die nicht vom Kondom geschützt werden, können infiziert und bei Körperkontakt ansteckend sein.

Das Center for the Biology of Chronic Disease (CBCD) hat die Studienergebnisse noch einmal geprüft und Empfehlungen für die Behandlung von Genitalherpes ausgesprochen. Weil Kondome der Studie zufolge offenbar in 20 Prozent der Fälle keinen Schutz vor Herpes genitalis bieten, sehen die Studienautoren eine medikamentöse Therapie als erfolgversprechendsten Ansatz an, um die sexuell übertragbare Krankheit einzudämmen.

Mit Medikamenten gegen Herpes genitalis

Um Herpes genitalis erfolgreich zu behandeln, empfiehlt das CBCD die Gabe von Novirin oder Gene-Eden-VIR. Beide Medikamente enthalten natürliche Inhaltsstoffe und sollen nicht nur bei der Behandlung von Herpes genitalis helfen können. Auch Infektionen mit dem Humanen Papillom-Virus (HPV) oder dem Epstein-Barr-Virus (EBV) sollen mit beiden Mitteln kuriert werden können – und das völlig ohne Nebenwirkungen. Zu dem Ergebnis kamen Studien, die vom CBCD durchgeführt worden waren.

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Bisher wurde davon ausgegangen, dass Kondome einen zuverlässigen Schutz gewährleisten.

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