Kondom ist nicht gleich Kondom - die Qualitätssiegel

Freitag, 20.06.2014

Beim Kauf von Kondomen sollten Sie und Ihr Partner nicht unbedingt auf den Preis achten, sondern auf Qualität. Dazu gibt es eigene Gütesiegel zur Orientierung.

Ein Kondom muss in der Praxis so einige Qualitätsmerkmale vorweisen können. Das Verhütungsmittel muss dicht sein, gleichzeitig dehnbar und flexibel und natürlich keimfrei. Bevor das Verhüterli in Ihrem Schlafzimmer zum Einsatz kommt, wird es ausgiebig getestet. Wie das Produkt in den Testverfahren abgeschnitten hat, können Sie an den Gütesiegeln erkennen, die außen auf der Packung abgedruckt sind.

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Kondome müssen zahlreiche Tests überstehen

Das erste Qualitätssiegel für Kondome gibt es in Deutschland seit 1981. Dabei handelte es sich um das sogenannte DLF-Gütesiegel der Deutschen Latex-Forschungs- und Entwicklungsgesellschaft. Damit ein Verhütungsmittel dieses bekommt, muss es vier verschiedene Tests durchlaufen und natürlich bestehen: einen Dichtigkeitstest, einen Aufblastest, die Prüfung der Dehnungseigenschaften sowie einen Test zur mikrobiologischen Reinheit. Insgesamt spricht man bei diesen Tests von Normprüfungen.
Auf ihrer Homepage informiert die Forschungsgemeinschaft über die Belastungstests. So werden beim Dichtigkeitstest Kondome in ein Tauchbecken getaucht und elektronisch überprüft. Der Computer würde jedes noch so kleine Loch registrieren. Beim Aufblastest muss das Produkt mindestens 18 Liter Luftvolumen aufnehmen können, bevor es platzt. Andernfalls wird das Qualitätssiegel nicht vergeben. Zudem muss ein Präservativ auf das Achtfache seiner Ursprungslänge gezogen werden können.

Das CE-Zeichen ist Pflicht

"Herstellern, deren Produkte die Qualitätsanforderungen nicht erfüllen, wird die Berechtigung zur Führung des DLF-Qualitätssiegels entzogen", heißt es auf der Homepage der DLF. "So sind Kondome mit dem DLF-Qualitätssiegel eine gute Erkennungshilfe für qualitativ sehr hochwertige Kondome." Selbst Qualitätssiegel schützen aber nicht vor Anwendungsfehlern oder "Unfällen" und sind keine Garantie, dass das Latex-Produkt im Falle des Falles nicht doch einmal reißt.
Daneben gibt es europaweite Normen, die Mindestanforderungen an Kondome festlegen. So sollten sie mindestens 160 Millimeter lang sein, eine Breite von mindestens 44 Millimetern haben sowie eine Wandstärke zwischen 0,04 und 0,08 Millimetern. Minimale Abweichungen sind erlaubt. Dann bekommt das Produkt als Qualitätssiegel das CE-Zeichen, ohne das Präservative seit 1998 gar nicht mehr in den Handel gebracht werden dürfen.

Qualitätssiegel bei Kondomen

Welches Kondom ist sicher? Und wodurch lässt sich das feststellen? Wir haben die Antwort...

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