Klitorispiercing – Reiz und Risiken

Samstag, 22.08.2015

Piercings im Intimbereich werden immer beliebter. Bei Frauen ist das Klitorispiercing besonders populär. Es wird oft wegen seiner ästhetischen und stimulierenden Funktion gestochen, aber das Klitorispiercing birgt auch Risiken. Wir klären Sie auf.

Das Klitorispiercing ist Schmuck an einer sehr intimen Stelle.  Es zählt zu den gängigsten Intimpiercings – viele Frauen schmücken an dieser Stelle Ihren Intimbereich. Es wird in der Regel an der Klitoris-Vorhaut gestochen. Es wird also nicht der Kitzler durchstochen, sondern die Hautfalte, die ihn bedeckt. Von einem Piercing, das die Klitoris durchsticht wird abgeraten und ist sehr selten, da es sehr schmerzhaft ist und zum Verlust aller Gefühlempfindungen führen kann.

Vertikales Klitorispiercing

Bei dem Klitorispiercing können Sie zwischen zwei Varianten wählen: Zwischen dem vertikalen und dem horizontalen Vorhautpiercing. Die beiden Arten unterscheiden sich in einem entscheidenden Punkt: Nur das vertikale Klitorispiercing stimuliert den Kitzler und wirkt luststeigernd. Hierbei wird ein Ring oder ein gebogener Stift vertikal durch Ihre Klitorisvorhaut gestochen. Der Heilungszeitraum beträgt vier bis acht Wochen. Wenn Sie eine empfindliche Klitoris haben wird von einem vertikalen Klitoris-Vorhaut-Piercing abgeraten, da der Reiz zu stark sein und sich eher schmerzhaft anfühlen kann.

Horizontales Klitorispiercing

Das horizontale Klitorispiercing reizt den Kitzler kaum und dient in der Regel nur den optischen Zwecken. Hierbei wird ein Ring waagrecht durch die Klitorisvorhaut gestochen. Die Verschlusskugel des Rings liegt auf der Klitoriseichel. Die Heilungszeit bei dieser Variante beträgt sechs bis acht Wochen.

Hygiene bei  Klitorispiercings

Vor allem bei Intimpiercings ist Hygiene sehr wichtig. Während der Heilungsphase sollten Sie auf Waschlotionen oder Waschlappen verzichten, da sie Bakterien übertragen könnten und den Heilungsvorgang verlängern könnten. Anfangs sollten Sie Ihr Piercing zwei Mal am Tag säubern. Dazu eignet sich am besten ein leicht befeuchtetes Wattestäbchen und Wunddesifektionsmittel. Lassen Sie sich hierzu von Ihrem Piercer beraten, damit die empfindliche Flora der Vagina nicht gestört wird. Wichtig ist auch noch das Piercing in der Heilungsphase nicht herauszunehmen. In den ersten vier bis 12 Wochen gilt darüber hinaus die Regel: kein Sex, kein Schwimmbad, keine Sauna und kein Solarium.
Nach der Abheilung kann die Intimpflege wie gewohnt fortgesetzt werden. Aber achten Sie darauf, dass Sie auf keinen Fall das Klitorispiercing mit schmutzigen Händen berühren. Denn Hände sind der größte Keimträger.

Was Sie mit einem Klitorispiercing beachten sollten

Wir empfehlen Ihnen bevor Sie sich überhaupt das Klitorispiercing stechen lassen Ihren Frauenarzt aufzusuchen und klarzustellen, ob Sie überhaupt für ein Intimpiercing geeignet sind. Danach sollten Sie sich von Ihrem Piercer genauestens beraten lassen, welche Variante für Sie am besten ist. Achten Sie außerdem noch darauf, in welches Piercing-Studio Sie gehen. Steriles Werkzeug und saubere Arbeit ist bei einem Intimpiercing sehr wichtig. Der Piercer sollte zusätzlich für diese spezielle Art von Körperschmuck ausgebildet sein.
Nachdem das Piercing gestochen wurde sollten Sie erstmal nicht an dem Klitorispiercing herumspielen oder herumspielen lassen. Hier ist Geduld gefragt, denn Körperflüssigkeiten wie Speichel, Scheidenflüssigkeit oder Sperma tun dem frischen Piercing nicht gut und können zu Entzündungen führen. Auch später, wenn das Piercing verheilt ist, sollten Sie das Piercing nach dem Liebesakt säubern, damit nichts in den Stichkanal gelangt.

Gefahren durch ein Klitorispiercing

Die Gefahr fängt schon im Piercing-Studio an: Es besteht das Risiko Nerven oder Muskelgewebe beim Piercen zu beschädigen, das zum Verlust der Sensibilität im Intimbereich führen könnte.
Außerdem kann das Klitorispiercing eine Infektion auf die Vagina und weitere innere Geschlechtsorgane übertragen. Sogar zu Unfruchtbarkeit kann es kommen.
Intimpiercings schüren auch noch das Risiko für eine Scheidenpilzinfektion. Deswegen sollten sie die Pflege Ihres Klitorispiercings ernst nehmen.

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Das Klitorispiercing ist das beliebteste Intimpiercing für Frauen.

Das Klitorsipiercing wird oft wegen seiner ästhetichen und stimulierenden Wirkung gestochen.

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