Kamasutra-Stele in der Eifel abgebaut – "Nicht verkehrssicher"

Dienstag, 13.05.2014

Ein Walpurgnisnachtsstreich zauberte eine Kamasutra-Skulptur auf einen Kreisverkehr in der Eifel. Nun musste die anzügliche Stele aus verkehrstechnischen Gründen abgebaut werden.
In der Nacht zum 1. Mai soll es erschienen sein – das Kamasutra-Paar in Binsfeld, einem Örtchen in der Eifel. Dabei handelt es sich um eine Stele aus Metall, die die Silhouette eines Liebespaares zeigt. Man erkennt unschwer einen stehenden Mann und eine Frau, die sich mit ihren Beinen an die Hüften ihres Partners klammert – die sogenannte "Rossantilopen"-Stellung aus dem Kamasutra. Wie eine skulpturale Illustration zum indischen Buch der Liebeskunst jedoch in eine beschauliche Gemeinde in der Eifel kommt, darüber kann auch die lokale Zeitung "Der Trierer Volksfreund" nur spekulieren.
Geheimnisvolle Kamasutra-Figuren

"Womöglich ein Hexennachtsstreich", spekuliert ein Artikel auf "volksfreund.de" über die frivole Figurengruppe, denn die Stele tauchte nach der Walpurgisnacht vom 30. April auf den 1. Mai auf. Auf dem Kreisverkehr, der bereits mit mehreren Metallfiguren dekoriert ist, die unverfängliche Motive zeigen, reihte sich das Kamasutra-Paar zwischen den Darstellungen fußballspielender Kinder zumindest optisch gut ein. "In Binsfeld wird halt noch richtig gehext. Da hat sich einer richtig viel Arbeit gemacht", zitiert die Lokalzeitung den Ortsbürgermeister Walter Faber, denn die Figuren bestehen aus dem gleichen Metall wie die anderen Stelen auf dem Binsfelder Kreisel.
Bisher beschwerten sich die Bewohner der Ortschaft erstaunlicherweise noch nicht über das von unbekannter Hand montierte Pärchen. "Ich finde das Paar überhaupt nicht anrüchig. Man kann es auch als tanzendes Paar interpretieren", wird eine Anwohnerin zitiert.
Problematische Verkehrslage
Mittlerweile können sich die Binsfelder allerdings nicht mehr an der Kamasutra-Gruppe erfreuen, denn die Figuren wurden bereits am 2. Mai abmontiert und die ursprüngliche Figur wieder aufgestellt. "Sie waren nur provisorisch befestigt und nicht verkehrssicher, deshalb mussten sie zügig weg", erklärt der Bürgermeister. Doch der Schrottplatz blieb den Metallfiguren erspart. Ganz im Gegenteil: Sie wurden sicher aufbewahrt. "Die Figur muss erhalten bleiben", zeigt der Ortsbürgermeister Verständnis für den Kamasutra-Gag. Nur der Urheber der Figurengruppe scheint sich weiterhin nicht zu erkennen geben zu wollen.

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