Immer wieder One-Night-Stands – Sind die Gene schuld?

Dienstag, 14.01.2014

Wird es manchen Menschen etwa in die Wiege gelegt, sich auf One-Night-Stands einzulassen? Eine New Yorker Studie lässt genau das vermuten.

Es gibt Menschen, für die ein One-Night-Stand das sexuelle Nonplusultra ist. Auf Beziehungen legen sie keinen großen Wert, sondern haben viel mehr Spaß an Gelegenheitssex. Andere wiederum wollen oder führen vielleicht sogar eine innige, romantische Beziehung, gehen aber immer wieder fremd. Sie können sich einfach nicht helfen – das Verlangen nach einem One-Night-Stand kommt immer wieder auf. Könnten diese Menschen eine genetische Veranlagung besitzen, die für genau dieses Verhalten verantwortlich ist? Laut einer US-Studie lautet die Antwort: ja.
Treibt uns das Gehirn zu One-Night-Stands?

Justin Garcia von der Binghamton University in New York führte eine Studie durch, die den Hang zu One-Night-Stands mit den menschlichen Genen in Zusammenhang bringt, wie auf "sciencedaily.com" zu lesen ist. Könnten genetische Merkmale tatsächlich beeinflussen, ob ein Mensch lieber romantischen Sex mit einem festen Partner hat oder eher auf One-Night-Stands steht? Ein potenzieller Übeltäter war schnell gefunden: Ein Dopamin-Rezeptor namens DRD4. Schon in früheren Studien wurde dieser Rezeptor mit Verhaltensweisen in Zusammenhang gebracht, die dem Körper kurzlebige Glücksgefühle verschaffen – zum Beispiel der Konsum von Alkohol oder auch das Glücksspiel. One-Night-Stands dürften etwa in dieselbe Kategorie fallen. DRD4 beeinflusst die Hirnchemie und kann dadurch das Verhalten eines Menschen in bestimmte Bahnen lenken.

Der Körper will einen Dopamin-Rausch

Dieser Vermutung liegt eine Befragung von mehr als 180 jungen Erwachsenen zugrunde. Justin Garcia verfügte über DNA-Proben der einzelnen Teilnehmer und interviewte sie außerdem zu Beziehungen aus der Vergangenheit und ihrer sexuellen Aktivität. "Was wir herausgefunden haben, ist, dass Menschen mit einer bestimmten Ausprägung des DRD4-Gens in der Vergangenheit häufiger unverbindlichen Sex hatten – dazu zählen One-Night-Stands und das Fremdgehen in Beziehungen", so Garcia laut "sciencedaily.com". Dahinter stecke eine Art Belohnungssystem. "Hier kommt das Dopamin ins Spiel", erklärt der Forscher weiter. "Bei unverbindlichem Sex sind die Risiken hoch, die Belohnung beachtlich und die Motivation sehr unterschiedlich – all diese Punkte begünstigen einen Dopamin-Rausch."

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Immer wieder One-Night-Stands
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14.01.2014 14:48
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