Immer mehr Syphilis-Erkrankungen – Epidemie in Texas?

Freitag, 18.04.2014

Die Zahl der Syphilis-Erkrankungen in den USA ist eigentlich rückläufig. Nicht so um Bundesstaat Texas: Allein in San Antonio nimmt die Rate seit neun Jahren kontinuierlich zu.

Die jüngsten Zahlen zu Syphilis-Erkrankungen in der US-Stadt San Antonio sind sehr beunruhigend. Wie die Webseite der texanischen Stadt berichtet, wurden im Jahr 2013 so viele Krankheitsfälle dokumentiert wie nie zuvor. Laut dem San Antonio Metropolitan Health District erkrankten im vergangenen Jahr 1.070 Menschen an Syphilis – das entspricht einer Steigerung von mehr als 15 Prozent im Vergleich zu 2012. Außerdem seien insgesamt 17 Babys mit angeborener Syphilis auf die Welt gekommen. Diese Zahl sei achtmal höher als der bundesweite Durchschnitt im Jahr 2012.

Mehr Syphilis-Fälle als im Rest des Landes

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Der Bundesstaat Texas – insbesondere die Stadt San Antonio – stellen in den USA einen Sonderfall in Sachen Syphilis dar. In keinem Staat und in keiner Stadt gibt es mehr Fälle dieser Geschlechtskrankheit – für Thomas Schlenker vom San Antonio Metropolitan Health District ein alarmierendes Zeichen: "Die Krankheit verbreitet sich nicht nur unter Prostituierten, Drogenabhängigen und Leuten, die Aufreiß-Bars besuchen, sondern auch bei ahnungslosen Ehe- und Sexualpartnern."

Warum so viele Menschen in San Antonio und Umgebung an Syphilis erkranken, ist derzeit noch unklar. Eine Theorie hat Schlenker aber: "Ich glaube, es hat – wie fast überall – etwas  mit Drogenmissbrauch, Abhängigkeit und Prostitution zu tun – und davon gibt es in San Antonio mehr als anderswo." Ursachen sieht er unter anderem darin, dass es viele Einwohner ohne Aufenthaltsgenehmigung gibt, die sich nicht trauen, im Krankheitsfall Hilfe zu suchen.

Bessere Unterstützung von Schwangeren

Sorgen bereitet den Experten auch die hohe Anzahl von Fällen angeborener Syphilis. Die entsprechenden Tests während der Schwangerschaft würden oft einfach ausgelassen, so Thomas Schlenker. Daher sieht er Handlungsbedarf. So sei die Klinik für Geschlechtskrankheiten in San Antonio umfassend erweitert worden, Syphilis-Risikogruppen sollen ausfindig gemacht und beobachtet werden, und außerdem sollen alle Schwangerschaften noch enger begleitet werden, um nötige Tests sicherzustellen. "Auf diese Weise konnten wir 2013 in 34 Fällen verhindern, dass Babys mit angeborener Syphilis zur Welt kommen."

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