HPV-Test zur Krebserkennung – Effektiver als Abstrich

Montag, 09.12.2013

Zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs sollten Frauen einmal im Jahr zur Vorsorgeuntersuchung gehen. Ein HPV-Test hat sich hierbei als effektiver als der übliche Pap-Test erwiesen.

Humane Papilloma Viren – kurz: HPV-Viren – können Gebärmutterhalskrebs verursachen. Eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung beim Frauenarzt hilft bei der frühzeitigen Erkennung der bösartigen Zellveränderungen und erhöht die Heilungschancen. In Deutschland können Frauen ab 20 Jahren einmal im Jahr kostenlos einen Abstrich durch den Gynäkologen machen lassen. Bei diesem sogenannten Pap-Test werden die Zellen auf verdächtige Veränderungen untersucht.

Vorsorge-Vergleich bei 175.000 Frauen

Italienische Forscher fanden in einer Studie heraus, dass es eine zuverlässigere Methode als den Pap-Test gibt, um eine HPV-Infektion vorherzusehen und damit das Risiko von Gebärmutterhalskrebs zu bestimmen. Anders als beim Pap-Test, bei dem Zellen entnommen und auf Mutationen untersucht werden, sucht der HPV-Test direkt nach den Humanen Papilloma Viren.

Wie der österreichische "Kurier" berichtet, kam ein Forscherteam um Guglielmo Ronco vom Zentrum für Krebsepidemiologie und Prävention in Turin zu diesem Schluss, nachdem es vier europäische Studien ausgewertet hatte. Bei diesen waren mehr als 175.000 Frauen im Alter zwischen 20 und 64 Jahren untersucht worden. Die Forscher verglichen die Zuverlässigkeit der unterschiedlichen Früherkennungstests miteinander.

Studie: HPV-Test zuverlässiger als Abstrich

Das Ergebnis der Studie: Ein HVP-Test kann Gebärmutterhalskrebs mit einer 60 bis 70 Prozent höheren Wahrscheinlichkeit richtig vorhersagen als der in Deutschland übliche Pap-Test. In konkreten Zahlen bedeutet dies für die Früherkennung, dass bei einem negativen HVP-Test die Wahrscheinlichkeit von Gebärmutterhalskrebs nach fünfeinhalb Jahren geringer ist, als bei einem negativen Abstrich nach dreieinhalb Jahren.

Pap-Test bleibt vorerst Standard

"Bis jetzt gab es keine genauen Schätzungen wie effektiv HPV-Tests im Vergleich zu Krebs-Abstrichen zur Prävention von Gebärmutterhalskrebs sind. Unsere Studie zeigt, dass ein HPV-Test offenbar mehr Fälle von Gebärmutterhalskrebs verhindern kann als der Abstrich, und auf dieser Basis empfehlen wir alle fünf Jahre HPV-Screenings für Frauen ab 30 Jahren", zitiert der "Kurier" Guglielmo Ronco, den Leiter der Studie.

In Deutschland müssen Frauen bei der Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs vorerst weiterhin auf den Pap-Test vertrauen. Die Kosten für den Abstrich übernehmen einmal im Jahr die Krankenkassen. Für einen HPV-Test kommen sie hingegen nur in Ausnahmefällen auf.

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