HPV-Impfung wirkt – Zahl der Fälle sinkt

Donnerstag, 16.01.2014

Die Impfung gegen HPV wird erst seit 2007 von der Ständigen Impfkommission für 12 bis 17-jährige Mädchen empfohlen. Schon wenige Jahre später sinken die Fälle von Gebärmutterhalskrebs.
Die Impfung war bei der Einführung umstritten, aber schon 2011 ließen sich deutlich niedrigere Raten der Vorstufe von Gebärmutterhalskrebs feststellen, wie "zeit.de" berichtet. Experten weisen zum Beispiel auf eine Impfkampagne in Australien hin. Unter dem Motto "catch-up" wurden junge Frauen bis 26 angesprochen und für eine Impfung geworben. Lutz Gissmann vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg stellt fest, dass die behandlungsbedürftigen Fälle von Gebärmutterhalskrebs schon drei Jahre später um die Hälfte zurückgegangen seien. Die HPV-Impfung wirkt gegen verschiedene Virustypen, die in einigen Fällen Feigwarzen im Genitalbereich auslösen. Seltener bildet sich der gefährliche Gebärmutterhalskrebs.
Feigwarzen gehen um 60 % zurück
Feigwarzen im Genitalbereich, die von Virustyp 6 und 11 hervorgerufen werden, seien durch die Impfung um 60 % zurückgegangen, so Gissmann. Man könne dies besonders gut feststellen, weil sich im selben Zeitraum bei älteren, nicht geimpften Frauen nichts verändert hat. Für den Mediziner ist dies ein eindeutiger Beweis dafür, dass die HPV-Impfung funktioniert. Sie wird bei jungen Frauen zwischen 12 und 17 Jahren empfohlen, die sich noch gar nicht mit den HPV-Viren infiziert haben.
Verbesserungspotential bei HPV-Impfung

Forscher arbeiten laut "zeit.de" daran, die Wirksamkeit der Impfung sogar noch zu steigern. Eine Strategie sei, so Andreas Kaufmann, Leiter des Gynäkologischen Labors der Berliner Charité, den Impfschutz auszubauen. Dann würde die Impfung nicht nur gegen vier, sondern gegen neun HPV-Typen wirksam sein. Die Impfung sei außerdem sehr teuer und man könne hier mit einer anderen Zusammensetzung vielleicht in Zukunft Kosten sparen.
6.000 Frauen erkranken jedes Jahr an Gebärmutterhalskrebs. Jede fünfte sei jünger als 40. Folge einer erfolgreich überstandenen Krebstherapie kann Unfruchtbarkeit sein. Eine Operationsmethode soll allerdings Abhilfe schaffen und Frauen davor bewahren. Der französische Gynäkologe Daniel Dargent hat sie entwickelt, sie wird an der Berliner Charité angeboten. Ein Teil des Gebärmutterhalses bleibt bei der Operation bestehen, sodass eine Schwangerschaft weiterhin möglich ist. Klinikleiter Achim Schneider betont: "Die Chancen für eine Schwangerschaft sind praktisch gleich."

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HPV-Impfung wirkt
Zahl der Fälle sinkt
Die Impfung gegen HPV wird erst seit 2007 von der Ständigen Impfkommission für 12 bis 17-jährige Mädchen empfohlen. Schon wenige Jahre später sinken...
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16.01.2014 15:51
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