Hormon-Spirale: Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Samstag, 18.10.2014

Die Hormon-Spirale gilt als besonders sicheres Verhütungsmittel. Aber es gibt auch einige Nebenwirkungen, die bei der Verwendung auftreten können.

Wie bei allen hormonellen Verhütungsmitteln können auch bei der Hormon-Spirale Nebenwirkungen auftreten. Insgesamt fallen diese aber zumeist deutlich schwächer aus als beispielsweise bei der Antibabypille oder dem Verhütungsstäbchen.

Nebenwirkungen nach dem Einsetzen

Vor allem kurz nach dem Einsetzen der Hormon-Spirale können Zwischenblutungen auftreten und auch eine Verstärkung der Blutung ist insbesondere in den ersten sechs Monaten nach dem Einsetzen möglich. Bei längerer Anwendung hingegen kann es der "Apotheken Umschau" zufolge passieren, dass die Blutungen schwächer werden oder sogar ganz ausbleiben. Etwa 20 Prozent der Langzeitanwenderinnen sollen davon betroffen sein.

Weiterhin kann es durch die Hormon-Spirale zu Nebenwirkungen wie Unterleibsschmerzen, Kopfschmerzen, Brustspannen, Gewichtsveränderungen oder Akne kommen. Auch Übelkeit, Rückenschmerzen oder Wassereinlagerungen werden gelegentlich mit dem Einsetzen der Hormon-Spirale beobachtet. Üblicherweise klingen die Nebenwirkungen jedoch nach einiger Zeit wieder von selbst ab.

Da die Hormon-Spirale regelmäßig nur eine sehr kleine Hormonmenge abgibt, beeinflusst sie den Zyklus auch nur geringfügig. Deshalb sind Stimmungsschwankungen unter der Einnahme der Hormonspirale eher selten zu beobachten. Dasselbe gilt für eine Abschwächung der Libido, also einem verringerten sexuellen Interesse.

Zysten durch Hormon-Spirale?

Laut "Apotheken Umschau" kommt es bei etwa zehn Prozent der Frauen, die mit einer Hormon-Spirale verhüten, zur Bildung sogenannter funktioneller Zysten. Dabei handelt es sich um ein Eibläschen, auch als Follikel bekannt, das nach dem Eisprung zu einem Gelbkörper wird. Am Ende des Zyklus bildet sich dieser üblicherweise zurück. Geschieht dies nicht, kann ein vergrößertes Eibläschen bestehen bleiben, allerdings erreicht auch dieses normalerweise innerhalb von drei Monaten wieder seine ursprüngliche Größe – nur in sehr seltenen Fällen ist ein operativer Eingriff nötig.

Anders als häufig behauptet, besteht unter der Verwendung der Hormon-Spirale kein erhöhtes Risiko für Infektionskrankheiten. Dem Online-Portal "lifeline.de" zufolge wird stattdessen sogar vermutet, dass diese Art der Spirale das Infektionsrisiko verringert. Denn die abgegebenen Hormone sorgen für eine Verdickung des Schleims im Gebärmutterhals und erschweren so möglicherweise nicht nur Spermien, sondern auch Krankheitserregern den Durchgang. Wenn Sie Nebenwirkungen an sich bemerken, die länger anhalten oder sich sogar verschlimmern, sollten Sie grundsätzlich einen Arzt zurate ziehen.

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Die Spirale ist ein besonders sicheres und unkompliziertes Verhütungsmittel. Es können jedoch einige Nebenwirkungen auftreten.

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18.10.2014 14:30
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