Hausmittel gegen Scheidenpilz – Meist kein guter Tipp

Mittwoch, 05.02.2014

Juckreiz und weißer, krümeliger Ausfluss aus der Vagina sind Anzeichen für Scheidenpilz. Wer aus Scham nicht zum Arzt geht, sondern zu Hausmitteln greift, schadet sich oft selbst.

Die Auswahl an Hausmitteln gegen Scheidenpilz ist so groß wie umstritten. Die Palette reicht von Essigwasser über Knoblauch und Teebaumöl bis hin zu frischem Joghurt. Alle diese vermeintlichen Geheimtipps können im Genitalbereich mehr Schaden anrichten, als dass sie betroffenen Frauen helfen.

Besser nicht: Essigwasser und Teebaumöl

Wer glaubt, dass sich Scheidenpilz ganz einfach mit einer Vaginalspülung aus Essigwasser behandeln lässt, liegt nach Meinung der Gesundheitsexperten von "Lifeline" falsch. Auch ein in Essigwasser getränkter Tampon führt nicht zum Ziel. Beim Versuch, den infolge der Infektion erhöhten pH-Wert auf diese Weise wieder zu senken, können zahlreiche Nebenwirkungen auftreten. So schadet eine Essigspülung der Schleimhaut der Vagina, auf der auch zahlreiche nützliche Bakterien angesiedelt sind. Ehe sich die Scheidenflora wieder erholt, vergeht einige Zeit. Frauenärzte raten dringend von diesem Hausmittel bei Scheidenpilz ab.

Genauso wenig sollten Sie zu Teebaumöl greifen. Das Einzige, was Frauen damit erreichen, ist eine Reizung der Schleimhäute. Effektiv bekämpfen lässt sich die vaginale Infektion durch den Pilz damit nicht, sagen Experten.

Hausmittel gegen Scheidenpilz? Lieber zum Arzt

Zu den Klassikern unter den Hausmitteln gegen Scheidenpilz gehört auch Knoblauch. Diesen empfehlen Ärzte häufig auch begleitend zu einer professionellen Therapie. Allerdings sollten Sie diesen im Essen verwenden und nicht in die Scheide einführen – dort schadet Knoblauch nämlich den Milchsäurebakterien, die eine wichtige Rolle als körperliche Abwehr bei Scheidenpilz spielen. Sie hindern diesen an der Vermehrung.

Joghurt wäre hingegen prinzipiell ein geeignetes Hausmittel gegen Scheidenpilz, weil die darin enthaltenen Laktobazillen den Pilz ebenfalls an der Vermehrung hindern. Trotzdem raten Frauenärzte von einer Eigenbehandlung mit Joghurt ab. Wer sich diesen in die Vagina einführt, bietet gefährlichen Keimen einen perfekten Nährboden, um sich auszubreiten. Auch eventuell enthaltene chemische Inhaltsstoffe sind einem gesunden Scheidenmilieu nicht unbedingt zuträglich. Betroffene Frauen sollten stattdessen lieber ihren Frauenarzt aufsuchen. Der kann nicht nur eine geeignete Therapie anordnen, sondern auch die Ursachen genau abklären. Und schämen muss sich ohnehin niemand: Schätzungen zufolge bekommen drei Viertel aller Frauen einmal in ihrem Leben Scheidenpilz.

Um den eigenen Körper zu entdecken, bietet es sich an, in die Welt der Frauenerotik einzutauchen.

Frauen, die erotische Abenteuer vermissen, können lustvolle Momente auch allein erleben.

 

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