Gründe für Masturbation: Lang, lang ist's her

Donnerstag, 15.05.2014

Die Gründe der Masturbation waren schier unerschöpflich: Während die Ägypter religiöse Gründe darin sahen, sicherte es den Frauen der Renaissance die Nachwuchsplanung.

Geht es nach der ägyptischen Mythologie, dann ist die Erde auf der wir leben aus einem Akt der Masturbation entstanden. Verfolgt die christliche Religion den Glauben, dass Gott die Erde und seine ersten Menschen Adam und Eva geschaffen hat, vertreten die Ägypter die Meinung, dass Gott Atum für die Schöpfungsgeschichte zuständig gewesen sein soll. Dieser war seines Zeichens ein Hermaphrodit und vereinigte somit in sich nicht nur männliche, sondern auch weibliche Qualitäten. Das ermöglichte es ihm, mithilfe von Selbstbefriedigung nicht nur die Erde, sondern auch die Götter Shu und Tefnut zu zeugen – die Großeltern von Isis und Osiris.

Heidentum: Masturbation in der Gruppe

Paganisten respektive Heiden aus dem alten Mittleren Osten hatten ganz eigene Rituale und praktizierten während der Ernte die Masturbation im Kollektiv. Diese Orgien sollten dazu beitragen, dass das erwirtschaftete Gut noch ertragreicher wird. Ziel der gemeinsamen Selbstbefriedigung war es, gleichzeitig zum Höhepunkt zu kommen, um die Energien der Götter des Lebens und des Landes zu wecken.

Eine andere Art der Masturbation mit langer Geschichte nennt sich "Jelqing" und hat seine Wurzeln ebenfalls im alten Mittleren Osten. Allerdings ist diese Übung, die in ihrer Handhabung im weitesten Sinne dem des Melken ähnelt und der Penisverlängerung dienen soll, nicht ungefährlich, weshalb inzwischen davon abgeraten wird, diese Technik zu praktizieren. Im schlimmsten Fall kann es bei falscher Durchführung zu Rissen in Adern, Desensibilisierung oder Entstellungen kommen.

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Selbst Hand anlegen ausdrücklich erwünscht

Die Geschichte der Masturbation der Frau reicht ebenfalls einige Jahrhunderte zurück. Schon die alten Griechen waren der Meinung, dass sowohl Männer als auch Frauen selbst Hand anlegen sollten, was allerdings dem Glauben geschuldet war, dass beide Geschlechter Samen in sich haben – und diese seien nur durch einen Orgasmus nach außen zu tragen. In der Renaissance wurde den Frauen sogar nahegelegt zu masturbieren, denn nur so konnten sie ihre Chance erhöhen, schwanger zu werden. Vor allem, wenn ihr Mann zu schnell gekommen war oder nicht für die endgültige Befriedigung seiner Liebsten sorgen konnte.

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