Gründe für eine Scheidung – Verhalten vor Ehebruch

Montag, 27.01.2014

Die Gründe für eine Scheidung haben sich in den vergangenen 40 Jahren gewandelt. Ehebruch ist längst nicht mehr Scheidungsgrund Nr. 1 – andere Faktoren spielen eine Rolle…

Die genossenschaftliche Rechtsberatung "Co-operative Legal Services" aus Großbritannien ging der Frage auf den Grund, aus welchen Gründen verheiratete Paare die Scheidung einreichen. Dafür untersuchten und verglichen die Verantwortlichen der Studie mehr als fünf Millionen Scheidungsfälle in Großbritannien der vergangenen 40 Jahre bis in die 1970er-Jahre hinein. Dabei kam heraus, dass Ehepartner heutzutage viel seltener die Scheidung aus dem Grund einreichen, weil einer von beiden fremdgegangen ist, als noch vor 40 Jahren.

Verhalten des Partners als Scheidungsgrund

Wie der "Guardian" berichtet, gaben 29 Prozent der britischen Paare in den 70ern Untreue als Grund für die Scheidung an. Aktuell sind es hingegen nur noch 15 Prozent. Stattdessen ist heute in 47 Prozent der Fälle das Verhalten des Partners der Scheidungsgrund. Unter das sogenannte "unreasonable behavior" – zu Deutsch etwa "ungebührliches Verhalten" – können ganz verschiedene Verhaltensweisen fallen, die es mindestens einem Partner unmöglich machen, die Ehe fortzuführen.

Die britische Zeitung führt einige Beispiele auf, wie etwa "ein sozial wenig kompetenter Mann, der seiner Frau Schuldgefühle einredet, wenn diese etwas mit ihren Freunden unternehmen will; ein Transvestit, der sich für eine Geschlechtsumwandlung entschied; aber auch ein Ehepartner, der das Familienvermögen von 40.000 Britischen Pfund im Schlafzimmer verbrannt hat."

Männer reichen öfter die Scheidung ein

Die Studie förderte eine weitere interessante Entwicklung zutage. So ist immer häufiger das Verhalten der Frauen der Grund für die Scheidung. Laut Christina Blacklaws, Geschäftsführerin von "Co-operative Legal Services", lasse sich das Vorurteil nicht mehr aufrechterhalten, dass es meist die Männer seien, deren Verhalten Anlass für die Scheidung ist.

So hätte es eine "deutliche Verschiebung über die Jahrzehnte gegeben. Männern wird aufgrund von unangemessenem Verhalten der Ehefrauen heutzutage fünfmal häufiger eine Scheidung gewährt als noch in den 1970er-Jahren", zitiert der "Guardian" Christina Blacklaws.

Insgesamt sei die Zahl der Scheidungen heute fünfmal so hoch wie in den 1950er-Jahren. Auf jede zweite Eheschließung kommt eine Scheidung. Grund hierfür sei aber auch, dass insgesamt weniger Ehen geschlossen werden.

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27.01.2014 14:11
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