Geschlechtskrankheiten: Syphilis – Ursachen einer Infektion

Freitag, 07.02.2014

Syphilis gehört zu den Krankheiten, die hauptsächlich beim Geschlechtsverkehr übertragen werden. Die Ursachen liegen in einer Infektion mit dem Bakterium Treponema pallidum.

Nachdem Syphilis, in der Fachsprache auch Lues genannt, schon beinahe in Vergessenheit geraten war, ist die Infektionskrankheit mittlerweile wieder auf dem Vormarsch. Zu den Ursachen einer Infektion gehört in erster Linie ungeschützter Geschlechtsverkehr. Deswegen wird die sogenannte Lustseuche auch den Geschlechtskrankheiten zugeordnet.

Syphilis ist hochgradig ansteckend

Der "Apotheken Umschau" zufolge ist Syphilis besonders ansteckend – bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr mit einem Infizierten liegt das Risiko einer Ansteckung bei 40 bis 60 Prozent. Vor allem die Geschwüre, die sich bereits in der Frühphase der Erkrankung ausbilden, sind höchst infektiös. Bei Kontakt mit diesen Geschwüren kann das Bakterium Treponema pallidum entweder über die Schleimhäute oder durch kleine Wunden oder Hautrisse übertragen werden und eine Infektion mit der Geschlechtskrankheit verursachen. Deshalb gehören neben vaginalem Geschlechtsverkehr auch Oralverkehr und Analverkehr zu den möglichen Übertragungswegen von Syphilis.

Kondome bieten keinen hundertprozentigen Schutz

Den besten Schutz vor Geschlechtskrankheiten bieten immer noch Kondome. Bei Syphilis kann das Verhütungsmittel jedoch nur bedingt vor einer Infektion schützen – denn dadurch, dass sich Geschwüre nicht immer nur unmittelbar an den Geschlechtsteilen ausbilden, sondern auch in angrenzenden Hautpartien, kann ein Kontakt mit den Geschwüren trotz Verwendung eines Kondoms stattfinden.

Weitere Ursachen einer Infektion

Neben dem Geschlechtsverkehr gibt es noch weitere Wege, auf denen eine Ansteckung mit Syphilis erfolgen kann. Dazu gehört beispielsweise die Übertragung der Bakterien in der Schwangerschaft. Die Infektion des Kindes durch die Mutter kann dabei auf zwei verschiedene Arten erfolgen. Die connata präcox tritt bei Neugeborenen auf. Während etwa 50 Prozent der Erkrankungen keine Beschwerden mit sich bringen, kann es bei den anderen 50 Prozent zu  Symptomen wie Lymphknotenschwellungen, Hautausschlägen oder Atemnot kommen.

Außerdem kann die Syphilis erst in den ersten Lebensmonaten oder sehr selten auch in den ersten Lebensjahren auftreten. Diese Lues connata tarda, die ebenfalls eine Folge der Syphiliserkrankung der Mutter während der Schwangerschaft ist, kann sich durch Krampfanfälle, Taubheit oder Knochenveränderungen äußern.

Eine Übertragung durch Blutkontakt gehört nur sehr selten zu den Ursachen einer Infektion mit Syphilis.

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