Geschlechtskrankheit Syphilis – Darum breitet sie sich aus

Freitag, 17.01.2014

Syphilis war lange eine Krankheit, die  in Vergessenheit geraten war. Was sind die Gründe dafür, dass Syphilis wieder auf dem Vormarsch ist?
Das Robert-Koch-Institut registrierte im Jahr 2012 ganze 4.410 Syphilis-Fälle, während die Krankheit in 2011 nur 3.027 Mal gemeldet wurde. Die Zahl war so hoch wie zuletzt im Jahr 1986. Viele Menschen hatten mit dieser Krankheit also nicht mehr gerechnet. Aber ist das Sexualverhalten so anders als in den 80er-Jahren oder hat sich eine Unbekümmertheit im Umgang mit der Geschlechtskrankheit breit gemacht?
Infektionsmediziner gehen laut "zeit.de" inzwischen davon aus, dass alle sexuell übertragbaren Krankheiten außer HIV wieder auf dem Vormarsch sind, so Norbert Brockmeyer, Leiter des Zentrums für sexuelle Gesundheit an der Dermatologischen und Venerologischen Klinik der Universität Bonn. Allein die Syphilis sei meldepflichtig – wie es um den Tripper steht, weiß man seit Aufhebung der Meldepflicht 2000 offiziell nicht mehr. Während die Kampagnen zur HIV-Aufklärung also bestens wirkten, wüsste man wenig über die anderen Geschlechtskrankheiten wie Syphilis, Tripper oder Chlamydien.
Gründe für die Ausbreitung
Die Expertin vom Robert-Koch-Institut Viviane Bremer sagt zur Ausbreitung von Syphilis: "Die stärksten Anstiege haben wir in Großstädten, aber eben nicht nur dort". Wechselnde Partner und kein Schutz beim Sex sind mögliche Gründe für die größere Verbreitung der Syphilis, aber sie reichen als Erklärung nicht aus. Das Internet ermögliche die Partnersuche mit wechselnden Partnern überall in Deutschland. "Im Web finden auch diejenigen leichter Sexualpartner, die in der Kleinstadt oder nicht offen schwul leben“, so Bremer.
Zudem gebe es eine Kondommüdigkeit, so die Expertin. Syphilis könne aber nicht nur durch Geschlechtsverkehr, sondern auch beim Oralsex übertragen werden. Die Syphilis-Bakterien können über die Schleimhaut in den Körper eindringen. Die Geschwüre und Hautveränderungen, die eine Syphilis hervorruft, sind ebenfalls ansteckend.


Penizillin gegen Syphilis

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Wird die Syphilis-Erkrankung erkannt, lässt sie sich mit Penizillin gut therapieren. Vor der Entdeckung des Penizillins 1928 war die Krankheit gefürchtet, weil sie sich eben nicht therapieren ließ. Die Erreger verloren mit dem Medikament ihren Schrecken. Daher wird die Krankheit heute vielleicht eher unterschätzt. Man geht sorgloser mit ihr um, wofür die steigenden Infektionszahlen sprechen.
Armin Schafberger von der Aidshilfe spricht von Männern, die gleich mehrmals Syphilis bekämen: "Viele von ihnen haben auch HIV und nehmen Syphilis in Kauf." Dabei ist die Krankheit nicht zu unterschätzen. Nicht behandelt kann die Syphilis verschwinden, aber Jahre später wieder ausbrechen und zu Schäden an Organen, Gefäßen und dem zentralen Nervensystem führen.

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Geschlechtskrankheit Syphilis
Darum breitet sie sich aus
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