Gefahren falscher Vagina-Hygiene - Erhöhtes HIV-Risiko?

Dienstag, 14.01.2014

Wer es mit der Pflege seiner Vagina zu gut meint, vernachlässigt die Gefahren, die damit einhergehen können. Angeblich besteht bei übermäßiger Hygiene sogar ein erhöhtes HIV-Risiko.

Selbstverständlich benötigt die Vagina Pflege und eine ordentliche Hygiene. Doch übertreiben sollten es Frauen damit auf keinen Fall. Die Flora im weiblichen Genitalbereich ist sehr empfindlich – schon kleinste Störungen können unschöne Auswirkungen wie Infektionen oder juckende Ausschläge zur Folge haben. Im "PLOS Medicine"-Journal sprachen internationale Forscher sogar von einem erhöhten HIV-Risiko, das aus zu intensiver Pflege der Vagina resultieren kann.

Tücher und Seife können Gefahren bergen

Insgesamt nahmen die Forscher 13 Studien zum Thema Vagina-Hygiene und -Behandlung unter die Lupe. Mehr als 14.800 afrikanische Frauen wurden in diesen Untersuchungen zu den Pflegemaßnahmen ihrer Vagina befragt – dazu gehörten neben der simplen Reinigung auch Praktiken wie das Austrocknen oder Verengen des Genitalbereichs. Im Fokus der Forscher stand allerdings die Pflege der Vagina mit Hilfsmitteln wie Waschlappen, Papiertüchern und auch Seife.

Die Ergebnisse der Untersuchungen klingen besorgniserregend. Den Wissenschaftlern zufolge ist bei Frauen, die zur Pflege ihrer Vagina Textil- oder Papiertücher verwendeten, das HIV-Risiko bis zu eineinhalb Mal so hoch wie bei Frauen, die auf solche Hilfsmittel verzichten. Ähnlich sieht es bei der Verwendung von Seife aus. Was den Körper an anderen Stellen zuverlässig reinigt, ist für den Intimbereich nicht immer geeignet. Hatten die Frauen in den betrachteten Studien Seife für die Vagina-Pflege verwendet, stieg das HIV-Risiko um den Faktor 1,25 im Vergleich zu den Frauen, die nicht auf seifenhaltige Produkte zurückgriffen.

Übermäßige Pflege der Vagina führt zu Entzündungen

Ein weiterer Schluss, den die Forscher aus den 13 Studien zogen, war, dass das Waschen der Vagina mit Seife auch häufiger zu bakterieller Vaginose führt. Dabei handelt es sich um ein bakterielles Ungleichgewicht im weiblichen Intimbereich, das zu Entzündungen führen kann. Diese Entzündungen – so mutmaßen die Forscher – könnten ebenso zu einem erhöhten HIV-Risiko führen, da sie Teile des Schleims entfernen, der die Vagina normalerweise vor Infektionen und anderen äußeren Einflüssen schützt.

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