Geburt in der Wirtschaftskrise – Demenzgefahr erhöht

Montag, 20.01.2014

Wissen Sie, wie es um die Wirtschaft im Jahr Ihrer Geburt stand? Krise oder Boom sollen darüber entscheiden, wie geistig fit Sie im Alter sind. Eine Rezession erhöht die Demenzgefahr.

Demenz gehört zu den gesundheitlichen Zukunftsherausforderungen unserer Gesellschaft. Sollte das Jahr der Geburt tatsächlich einen so großen Einfluss auf die geistige Fitness haben, wie Forscher des Rostocker Zentrums zur Erforschung des demografischen Wandels vermuten, dürfte auf die zurückliegenden Geburtenjahrgänge keine rosige Zukunft warten.

Wirtschaftslage hat Einfluss auf Demenzrisiko

Wie das "Ärzteblatt" berichtet, haben Wissenschaftler des Rostocker Instituts um Gabriele Doblhammer einen Zusammenhang zwischen der bei der Geburt vorherrschenden Wirtschaftslage im Land und der geistigen Fitness im Alter herstellen können. Die detaillierten Ergebnisse lassen sich im Fachmagazin "Plos One" nachlesen.

Für ihre Untersuchungen griffen die Forscher auf Daten von 17.000 Menschen aus zehn europäischen Ländern zurück. Bei diesen handelt es sich um die Geburtenjahrgänge von 1900 bis 1945, ausschließlich derer, die während eines Krieges geboren wurden. Sie verglichen deren geistige Fähigkeiten im Alter und suchten nach verschiedenen Gemeinsamkeiten, die sich bei der Geburt feststellen ließen.

Wirtschaftsboom bei der Geburt beugt Demenz vor

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Dabei fiel auf, dass das Risiko, an Demenz zu erkranken, um ein Viertel höher war, wenn die Wirtschaft im Geburtsjahr in einer Krise steckte. "Insbesondere die Rechenfähigkeiten, die sprachliche Gewandtheit und das Gedächtnis sind durch eine schlechte Wirtschaftslage am Beginn des Lebens beeinträchtigt", kommentiert Doblhammer die Studie laut dem "Ärzteblatt".

In Deutschland und Italien sei dieser Effekt besonders deutlich messbar gewesen, während die Wirtschaftslage in Österreich und in der Schweiz der Studie zufolge keinen Einfluss auf das Demenzrisiko habe. Eine Erklärung für den Zusammenhang zwischen einer schlechten Wirtschaftslage bei der Geburt und nachlassender geistiger Fitness im Alter kann bisher nur vermutet werden. So ziehen die Wissenschaftler etwa eine schlechtere Ernährung der in diesen Zeiten geborenen Kinder in Betracht. Auch, dass ein vermehrtes Auftreten von Krankheiten und Stress aufgrund der finanziellen Sorgen der Eltern das Gehirn bereits in jungen Jahren für das Alter prägt, sei denkbar.

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