Folgen von Scheidenpilz – Scheidentrockenheit

Mittwoch, 09.04.2014

Eine trockene Vagina ist vor allem beim Sex sehr unangenehm. Verantwortlich für die Scheidentrockenheit kann eine Erkrankung an Scheidenpilz sein.

Scheidenpilz ist nicht nur während der eigentlichen Infektion eine lästige Angelegenheit, er kann auch langwierige Folgen haben – so zum Beispiel Scheidentrockenheit, auch Lubrikationsmangel genannt.

Wie äußert sich Scheidentrockenheit?

Tagtäglich sondert die Vagina eine milchig-weiße Flüssigkeit ab, die dem Medizinportal "Netdoktor.de" zufolge aus Schleimhautzellen der Scheide und Flüssigkeit des Gebärmutterhalses besteht. Wie viel dieser Flüssigkeit abgegeben wird, variiert von Frau zu Frau. Üblicherweise entspricht die Menge aber zwischen zwei und fünf Gramm. Produziert der Körper deutlich weniger Sekret, liegt eine sogenannte Scheidentrockenheit vor.

Weil die Flüssigkeit auch dazu dient, Krankheitserreger aus dem Körper abzutransportieren, besteht bei einer Scheidentrockenheit ein erhöhtes Infektionsrisiko. Auch beim Sex macht es sich bemerkbar, wenn die Vagina zu wenig Flüssigkeit produziert. Denn das Scheidensekret sorgt dafür, dass der Penis beim Geschlechtsverkehr leichter eindringen kann. Fehlt die Flüssigkeit, kann die Penetration sehr schmerzhaft werden und kleine Verletzungen verursachen.

Trockene Vagina durch Scheidenpilz

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Neben hormonellen Schwankungen und der Einnahme verschiedener Medikamente gehört auch Scheidenpilz zu den Ursachen von Scheidentrockenheit. Denn bei einem Scheidenpilz wird die Schleimhaut der Vagina stark in Mitleidenschaft gezogen. Um sich wieder regenerieren zu können, benötigt die angegriffene Haut laut Gynäkologin Dr. Anja Oppelt ungefähr drei bis fünf Wochen.

Wie die Ärztin vom Online-Portal "Scheidenpilz.com" zitiert wird, können betroffene Frauen die Wiederherstellung der Schleimhaut unterstützen, indem sie Präparate verwenden, die mit Milchsäurebakterien angereichert sind. Denn Milchsäurebakterien gehören zu den Bestandteilen der natürlichen Scheidenflora und sorgen für ein saures Klima, in dem Krankheitserreger keinen Nährboden finden.

Reicht die Behandlung mit Milchsäurebakterien für die Regeneration der Vaginalschleimhaut nicht aus, könne laut Oppelt die Einnahme eines Östrogenpräparats empfehlenswert sein. Vor allem, wenn eine Frau häufiger an Scheidenpilz erkrankt, sei eine solche Hormontherapie sinnvoll.  "Wichtig ist, die Behandlung nicht vorzeitig abzubrechen, sondern sich an die Anweisungen des Arztes und die Angaben auf dem Beipackzettel zu halten", so die Expertin.

Es gibt kurzfristige als auch langfristige Verhütungsmittel – der Vaginalring gehört zu den langfristigen und hormonellen Verhütungsmitteln.

Eine Schwangerschaft kann durch eine Vielzahl von Verhütungsmitteln verhindert werden: von der Pille über den Vaginalring bis hin zum Kondom.

 

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09.04.2014 16:06
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