Folgen von Liebeskummer: Broken-Heart-Syndrom

Mittwoch, 15.01.2014

Wer an Liebeskummer leidet, hat nicht nur bildlich gesprochen ein gebrochenes Herz – das Broken-Heart-Syndrom ist eine Krankheit, die nach einem Beziehungsende wirklich auftreten kann.

Das Broken-Heart-Syndrom ist eine Herzerkrankung, die von extremem Stress verursacht wird, wie er beispielsweise bei starkem Liebeskummer auftritt. Gefährlich ist die Krankheit jedoch in den meisten Fällen nicht.

Was genau ist das Broken-Heart-Syndrom?

Als eigenes Krankheitsbild beschrieben wurde das Broken-Heart-Syndrom, zu Deutsch: Gebrochenes-Herz-Syndrom, erstmals in den 1990er-Jahren. Die Erkrankung bezeichnet eine Funktionsstörung des Herzmuskels, die meist spontan einsetzt und die nur selten einen schweren Verlauf nimmt. Auslöser des Broken-Heart-Syndroms ist Stress, der durch emotionale Belastungen wie etwa Liebeskummer oder den Tod eines geliebten Menschen verursacht wird. Zu den typischen Symptomen der Herzerkrankung gehören Atemnot sowie plötzliche heftige Schmerzen in der Brust. Da diese Beschwerden aber auch bei einem Herzinfarkt auftreten können, ist es wichtig, dass die Betroffenen schnell behandelt werden. Mithilfe eines Magnetresonanztomografen (MRT) lässt sich feststellen, welche Erkrankung vorliegt.

Wie viele Menschen jährlich tatsächlich an einem Broken-Heart-Syndrom erkranken, ist unklar. Dem "Spiegel" zufolge gehen Experten jedoch davon aus, dass etwa 2,6 Prozent der Patienten, die mit herzinfarktähnlichen Beschwerden ins Krankenhaus eingeliefert werden, an einem gebrochenen Herz leiden. Die Erkrankung endet aber sehr selten tödlich – die Sterblichkeitsrate liegt bei nur 3,2 Prozent.

Liebeskummer: Ist ein gebrochenes Herz heilbar?

Weil die Symptome, mit denen sich das Broken-Heart-Syndrom äußert, denen eines Herzinfarkts ähneln, werden die Betroffenen üblicherweise zunächst auf der Intensivstation behandelt. Weil der Körper durch den Stress, der beispielsweise bei Liebeskummer auftritt, vermehrt Hormone ausschüttet, ist der Adrenalin-und Dopamin-Spiegel im Blut der Patienten deutlich erhöht. Die Ärzte versuchen dann, die Hormonzufuhr einzudämmen.

Wer durch Liebeskummer am Broken-Heart-Syndrom erkrankt, der muss vor allem ein wenig Geduld haben. Denn egal, ob das Herz nur bildlich gesprochen bricht oder tatsächlich eine Herzerkrankung zugrunde liegt: In beiden Fällen heilt das Herz innerhalb weniger Wochen meist von allein wieder. Nur wenn Komplikationen wie etwa Herzrhythmusstörungen auftreten, kann es nötig sein, den Patienten noch ein paar Tage im Krankenhaus unter Beobachtung zu stellen.

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