Folgen von Chlamydien – Krebs durch Chlamydien

Dienstag, 04.02.2014

Chlamydien gehören zu den am häufigsten auftretenden Geschlechtskrankheiten. Eine Infektion soll zusätzliche Gefahren mit sich bringen – etwa ein erhöhtes Krebsrisiko.

Mit mehr als 90 Millionen Infektionen jährlich gehören Chlamydien zu den häufigsten Geschlechtskrankheiten weltweit. Neben zum Teil schmerzhaften Entzündungen kann eine Infektion mit Chlamydien auch Unfruchtbarkeit verursachen. Doch das ist offenbar noch lange nicht die schlimmste mögliche Folge der Geschlechtskrankheit. Wie Forscher vom Berliner Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie herausfanden, begünstigt die Infektionskrankheit offenbar die Entstehung von Krebs.

Chlamydien führen zu Zellmutationen

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Wie die "Welt" berichtete, konnten die Berliner Forscher in einer Studie nachweisen, dass Chlamydien ihren Wirtszellen so große Schäden zufügen, dass es infolgedessen offenbar zu einer Erkrankung an Eierstockkrebs kommen kann.

Im Laborversuch fanden die Wissenschaftler heraus, dass die Erbgutmoleküle der mit Chlamydien infizierten Zellen deutlich mehr Brüche zeigten als die Erbgutmoleküle in gesunden Zellen. Diese Bruchstellen werden üblicherweise wieder durch ein zelleigenes Reparatursystem gekittet, ohne dass dabei Erbinformationen verändert werden. Ist eine Reparatur der Zellen unmöglich, kommt es zum programmierten Zelltod. "Chlamydien beeinträchtigen die zelleigene Reparaturmaschinerie, indem sie verhindern, dass bestimmte Reparaturenzyme an der geschädigten DNA andocken können. Infizierte Zellen reparieren Schäden deshalb fehlerhaft, sodass die Wirts-DNA mit der Zeit immer mehr Mutationen anhäuft", erklärt Cindrilla Chumduri, eine der beteiligten Forscherinnen.

Statt abzusterben wachsen die mit den Bakterien infizierten Zellen aber immer weiter. Das liegt daran, dass die Chlamydien ihren Wirtszellen Wachstumssignale senden. "Für die Chlamydien ist es überlebenswichtig, den programmierten Zelltod zu verhindern, denn dabei würden sie ja mit zugrunde gehen. Den Preis dafür zahlt die Zelle: Sie kann dadurch Schädigungen davontragen und zur Krebszelle werden", so Chumduri.

Ergebnisse müssen noch bestätigt werden

Auch wenn die Untersuchungen bislang nur im Reagenzglas durchgeführt wurden, sind die Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts davon überzeugt, dass die Studie einen entscheidenden Hinweis auf die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs liefern konnte. Zwar müssten die Ergebnisse noch durch Studien am lebenden Organismus bestätigt werden, doch seien die gewonnenen Erkenntnisse für die Krebsvorbeugung bereits jetzt von großer Bedeutung.

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