Erotische Literatur – Was Frauen lesen wollen

Montag, 03.02.2014

Wonach suchen Frauen, wenn sie erotische Literatur lesen? Und ist "Shades of Grey" wirklich das Nonplusultra? Die Autorin des erotischen Klassikers "Lace" ist da nicht so sicher.

Wenn es um erotische Texte geht, denkt inzwischen alle Welt als erstes an "Shades of Grey". Dabei ist der Bestseller von Autorin E. L. James bei weitem nicht das einzige Werk seines Kalibers auf dem Markt. Die britische Schriftstellerin Shirley Conran zum Beispiel schrieb bereits vor mehr als 30 Jahren den millionenfach verkauften Erotikroman "Lace". Der Erfolg des Buches zeigt, dass Conran genau zu wissen scheint, was Frauen lesen wollen.

Warum stehen Frauen auf erotische Literatur?

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Schon als Shirley Conran anfing, erotische Literatur zu schreiben, ahnte sie, dass Frauen diese gut annehmen würden, wie sie im Gespräch mit dem britischen Magazin "Stylist" verriet. "Der unglaubliche finanzielle Erfolg [meines] Buchs beweist, was ich schon immer wusste: Erotische Literatur ist die Form der Pornografie, auf die Frauen am besten ansprechen. Aber das liegt nur daran, dass visuelle Pornografie für Frauen noch nicht so sehr auf dem Vormarsch ist." Für Männer wiederum gebe es mehr als genug Angebote, die ihre Fantasien befriedigen, die aber für Frauen meist alles andere als erotisch anregend seien. Eine Ausnahme nennt sie jedoch: "Ich glaube, es war die TV-Verfilmung von 'Belle de Jour'. Die fand ich ausgesprochen erotisch!" An erotische Texte für Frauen müsse man ganz anders herangehen als an die typischen Pornos. "Frauen sind sinnliche Geschöpfe", fährt Conran fort. "Das Ziel erotischer Literatur sollte es sein, Situationen zu erschaffen, mit denen Frauen sich identifizieren können und die sie auch selbstbewusster werden lassen."

Kann "Shades of Grey" da mithalten?

Mit dem Bestseller von E. L. James hat Shirley Conran so ihre Probleme. "Man lernt nichts davon", erklärt sie. "Die Heldin zeigt keine wirkliche Stärke und die Geschichte von Christian Grey wird nie richtig erklärt. Und dann muss man auch noch bis Seite 200 warten, bis er sie das erste Mal mit einer Haarbürste schlägt, und erst auf Seite 400 kommt dabei erstmals ein Gürtel zum Einsatz." Wer nun neugierig ist, was die erotische Literatur von Shirley Conran in sich hat, kann "Lace" natürlich auch heute noch erwerben – und zwar in einer neuen Edition, in der auch Wörter wie Masturbation endlich erlaubt sind. Denn in der Originalfassung aus den 80er Jahren durften diese noch nicht auftauchen.

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