Erotikfilme – Was den Reiz ausmacht

Dienstag, 07.01.2014

Auch wenn es immer noch ein Tabu ist – sowohl Männer als auch Frauen schauen regelmäßig Erotikfilme. Was den Reiz von Pornos eigentlich ausmacht, untersuchte eine aktuelle Studie.

Wie viele Frauen und Männer tatsächlich Erotikfilme schauen, ist zwar unklar, doch Fakt ist: Beide Geschlechter tun es. Eine Umfrage des Magazins "Adult Video News" kam der "Welt" zufolge zu dem Schluss, dass männliche Singles 70 Prozent der Pornokonsumenten ausmachen, weibliche Singles jedoch lediglich zwei Prozent. Immerhin noch knapp 20 Prozent der Pornoliebhaber sind heterosexuelle Paare.

Auch Frauen schauen Pornos

Die britische Zeitung "The Sun" hingegen kam zu dem Ergebnis, dass 66 Prozent aller Frauen Erotikfilme schauen, dabei jedoch ebenfalls zum größten Teil zusammen mit ihrem Partner. Immerhin noch zehn Prozent der Single-Frauen konsumieren der "Sun" zufolge alleine Pornofilme. Dass die Ergebnisse so stark variieren, könnte aber vor allem auch daran liegen, dass Frauen sich immer noch dafür schämen, wenn sie Erotikfilme schauen. Die Dunkelziffer der Pornoliebhaberinnen ist also vermutlich viel höher.

Der Reiz von Erotikfilmen

Bislang dürfte die landläufige Meinung sein, dass Erotikfilme deshalb so reizvoll für viele sind, weil sie die Lust anheizen. Dass Pornos aber viel mehr sind als ein Vorgeschmack auf den bevorstehenden Sex mit dem Partner, zeigen die Ergebnisse einer aktuellen Studie. Denn Forscher des französischen Instituts für Gesundheit und medizinische Forschung (Institut national de la santé et de la recherche médical, kurz: Inserm) fanden heraus, dass Hirnregionen mit sogenannten Spiegelneuronen beim Pornogucken besonders aktiv sind.

Spiegelneuronen sind Nervenzellen im Gehirn, die beim bloßen Betrachten eines  Geschehens dieselbe Aktivität aufweisen wie beim Geschehen selbst.

Dadurch kann sich der Beobachter genau in die Situation einfühlen. Diese speziellen Neuronen sind dafür verantwortlich, dass Menschen Schmerzen, die anderen widerfahren, nachempfinden können. Wie die Inserm-Studie zeigt, gilt dies offenbar auch für sexuelle Lust. So aktiviert das Schauen eines Pornos dieselben Spiegelneuronen wie der Sex selbst. Kein Wunder also, dass so viele Menschen Erotikfilme reizvoll finden. Die Studie konnte außerdem zeigen, dass die erhöhte Aktivität der Spiegelneuronen bereits vor einer Erektion beim Mann stattfindet. Je größer die Aktivität der Spiegelneuronen war, desto stärker war auch die folgende Erektion.

Gegenseitiges Begehren muss nicht immer auf Sex hinauslaufen.

Sex beruht immer auf Gegenseitigkeit. Es kann nur leidenschaftlich werden, wenn beide Partner Lust verspüren.

 

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