Erotikfilme statt Arbeit – Pornokonsum im Job

Mittwoch, 30.04.2014

Millionen Menschen schauen offenbar Erotikfilme, anstatt zu arbeiten. Das zumindest behauptet ein Sexualtherapeut.

Dass Erotikfilme im Internet jederzeit verfügbar sind, machen sich anscheinend auch viele Menschen während der Arbeitszeit zunutze. Zumindest will der Berliner Sexualtherapeut Christoph Ahlers der Nachrichtenagentur "Pressetext" zufolge konkrete Zahlen kennen, die er anlässlich eines Fachkongresses für Sexualmedizin und Sexualtherapie in Salzburg vorstellte.



Erotikfilme schauen – auch auf der Arbeit?

Jeden Tag tummeln sich demnach 60 Millionen Besucher auf der weltweit größten freien Pornoseite im Netz. Laut Ahlers sollen zwei Drittel dieser Besuche von der Arbeit aus geschehen. Gegenüber dem "Austrian Independent" erzählte er: "Moderner Pornokonsum ist nicht länger etwas, womit sich seltsame Individuen hinter verschlossenen Türen in Videotheken beschäftigen. Er ist mittlerweile zum Massenphänomen geworden. 60 Millionen Zuschauer, von denen zwei Drittel an ihrem Computer auf der Arbeit sitzen, sind ein aussagekräftiger Indikator."

Dass sie beim Schauen der Erotikfilme in der Arbeitszeit erwischt werden könnten, schreckt die meisten dieser User offenbar nicht wirklich ab. Das könnte allerdings auch daran liegen, dass der Pornokonsum laut Ahlers überwiegend in den Pausen und zum Feierabend hin stattfindet.



Chefs sind wenig begeistert vom Pornokonsum

Egal, ob während der Pause oder nicht – die Chefs jedenfalls sind nicht begeistert davon, dass ihre Angestellten auf der Arbeit Erotikfilme schauen. Wie "Pressetext" mit Bezug auf "Bloomberg News" berichtet, soll beispielsweise der Direktor der Missile Defense Agency des Pentagons eine E-Mail an seine Angestellten verschickt haben, in der er den Konsum von Pornos während der Arbeitszeit ausdrücklich untersagt.

Ganz unproblematisch ist der Konsum von Erotikfilmen aber grundsätzlich nicht – egal, ob er am Arbeitsplatz oder zu Hause geschieht. Der Sexualpädagoge Wolfgang Kostenwein erklärt: "Es gibt Menschen, die gut damit umgehen können. Bei anderen beeinträchtigt das Gesehene aber die reale Sexualität. Da die Selbstbefriedigung mithilfe von Pornos keine sexuelle Kompetenz benötigt, kann das reale Sexleben darunter leiden. Das führt bei manchen jungen Männern sogar zu Erektionsstörungen."

Erfüllender Sex spielt in fast jeder Beziehung eine große Rolle: Abenteuerliche Sexstellungen können das gemeinsame Vergnügen beflügeln.

Ob erotische Massagen, neue Sexstellungen oder einfach nur der Quickie zwischendurch - der Fantasie sind beim prickelnden Liebesspiel keine Grenzen gesetzt.

 

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