Erotik-Filme und ihre Darstellerinnen – Sie l(i)eben glücklicher

Montag, 30.09.2013

Es ist ein Klischee, dass die Darstellerinnen von Erotik-Filmen psychisch labil, traumatisiert oder depressiv sind. Eine Studie beweist: Sie sind sogar glücklicher als andere Frauen.

Mit Menschen, die in Erotik-Filmen tätig sind, muss doch etwas nicht stimmen - so zumindest die landläufige Meinung. Doch dieses Vorurteil konnten die Forscher um James Griffin von der Shippensburg University in den USA nun widerlegen. Mehr als 170 Frauen zwischen 18 und 50 Jahren wurden für die Studie befragt. Alle von ihnen haben bereits mindestens einmal für Geld in einem Erotik-Film mitgespielt. Ihnen gegenüber stand die typische Kontrollgruppe: Frauen, die noch nie etwas mit Pornos zu tun hatten.

Auch hinter der Kamera stets aktiv

Die Studie von Griffin und seinen Kollegen, die im "Journal of Sex Research" veröffentlicht wurde, hat vor allem eines belegt: Frauen, die in Pornos mitspielen, sind sexuell früher aktiv und auch sehr viel breiter aufgestellt als die Mitglieder der Kontrollgruppe. Durchschnittlich hatten die Porno-Darstellerinnen zum Beispiel mit 15 zum ersten Mal Sex – die anderen Frauen waren im Schnitt zwei Jahre später dran. Rund 75 Sexualpartner zählten die Damen, die Erotik-Filme zu ihrem Beruf gemacht haben – Kollegen vor der Kamera nicht eingerechnet. Bei den Frauen aus der Kontrollgruppe waren es im Schnitt lediglich fünf.

Erotik-Filme machen Darstellerinnen glücklich

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Doch viel wichtiger: Pornoschauspielerinnen scheinen mehr Spaß am Leben zu haben als andere Frauen. Der Sex scheint laut der Studie besser zu sein – und auch das Thema Befriedigung haben sie höher bewertet als die Kontrollgruppe. Das eigene Körpergefühl sei besser und sie schlafen angeblich sogar ruhiger. Vielleicht sind das auch die Gründe dafür, dass die Darstellerinnen diverser Erotik-Filme ihr gesamtes Leben positiver beurteilen als andere Frauen. Doch es ist nicht alles eitel Sonnenschein. Denn die Studie belegt ebenfalls: Pornodarstellerinnen nehmen mehr Drogen als die Kontrollgruppe. Etwa 50 Prozent haben zum Beispiel schon einmal mit Ecstasy experimentiert.

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