Ernährung in der Schwangerschaft – Nüsse gegen Allergien

Dienstag, 07.01.2014

Viele Mütter verzichten während der Schwangerschaft auf Nüsse oder andere Nahrungsmittel, die verstärkt Allergien auslösen können. Zu Unrecht wie Wissenschaftler jetzt herausfanden.

Nüsse zählen zu den Nahrungsmitteln, auf die viele Menschen allergisch reagieren. Während der Schwangerschaft folgen werdende Mütter deshalb häufig der Empfehlung, auf Nüsse zu verzichten, um ihr Kind nicht zu gefährden. Die Vermutung dahinter: Wenn das Baby schon frühzeitig mit den Allergenen in Kontakt kommt, steigt das Risiko einer Allergie. Wissenschaftler des Boston Children’s Hospital in den USA konnten diese Behauptung widerlegen und raten Schwangeren sogar von einer Ernährung in der Schwangerschaft ab, die frei von vermeintlichen Risikolebensmitteln ist.

Bereits in der Schwangerschaft Allergien vorbeugen

"Für Frauen, die selbst nicht allergisch gegen Erdnüssesind, gibt es keinen Grund, Erdnüsse während der Schwangerschaft zu meiden", kommentiert Michael Young die Ergebnisse der Studie, die im Fachjournal "JAMA Pediatrics" veröffentlicht wurden. Die Resultate legen vielmehr nahe, dass der frühzeitige Kontakt mit Allergenen bereits während der Schwangerschaft das Allergierisiko senken könnte.

Eine Auswertung von Daten von mehr als 8.000 Kindern hat demnach ergeben, dass das Risiko einer Nussallergie um 44 Prozent geringer war, wenn die Mütter während der Schwangerschaft jede Woche eine bis vier Portionen Nüsse zu sich genommen haben, anstatt vollständig darauf zu verzichten. Wer noch mehr davon aß, brachte sogar Kinder zur Welt, bei denen das Allergierisiko um 69 Prozent geringer war.

Nüsse während der Schwangerschaft kein Risiko

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Als Empfehlung, während der Schwangerschaft deshalb besonders viele Nüsse zu essen, sollen die Studienergebnisse trotzdem nicht bewertet werden. Dafür sei die Anzahl der untersuchten Daten mit nur 140 Fällen von nachgewiesenen Allergien zu gering. "Wir können nicht mit Sicherheit sagen, ob sich durch erhöhten Erdnusskonsum in der Schwangerschaft eine Erdnussallergie bei Kindern verhindern lässt. Aber die Ergebnisse zeigen, dass der Verzehr von Erdnüssen keine Allergie bei den Kindern auslöst“, so Michael Young weiter.

Der einzige Grund, weshalb werdende Mütter in der Schwangerschaft gar keine Nüsse zu sich nehmen sollen, ist eine mögliche eigene Nussallergie. Ansonsten ist eine Umstellung der Ernährung der Studie zufolge nicht notwendig – mit einer Ausnahme: Schwangere sollten auf Rohmilchkäse verzichten, um bakteriellen Infektionen vorzubeugen.

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