Die weibliche Selbstbefriedigung: Ein Beziehungskiller?

Montag, 11.11.2013

Auch in einer Partnerschaft ist Selbstbefriedigung ein völlig natürlicher Vorgang. Doch noch immer sehen viele Männer und Frauen ihre Beziehung bedroht, wenn ihr Partner masturbiert.

Auch sechzig Jahre nach dem Kinsey-Report werden die männliche und die weibliche Selbstbefriedigung weiterhin von vielen als Tabuthema gesehen. Noch immer glauben viele Menschen, ihre Beziehung leide darunter, wenn ihr Partner trotz eines gemeinsamen Sexlebens noch masturbiert.

Die Vorteile der Selbstbefriedigung

Im Gegensatz zu den noch vor wenigen Jahrzehnten verbreiteten Überzeugungen ist Masturbation gesundheitlich völlig unbedenklich und zieht keine Konsequenzen nach sich. In einer Beziehung kann die Selbstbefriedigung dementsprechend eine angenehme Alternative darstellen, wenn der Partner nicht anwesend ist oder keine Lust auf Sex hat. Masturbation dient auch als sicherere Option bei sexuell übertragbaren Krankheiten und hilft Frauen und Männern außerdem dabei, ihren Körper und dessen Reaktionen besser kennen zu lernen.

Masturbation noch immer ein Beziehungsproblem?

Viele Männer und Frauen betrachten Selbstbefriedigung als Beziehungskiller. Sie reagieren empört und geradezu eifersüchtig, wenn sie herausfinden, dass ihr Partner auch innerhalb einer romantischen Zweierbeziehung noch masturbiert. Sie glauben, ihr Partner wäre gelangweilt oder sexuell unbefriedigt. Dabei belegten schon die Studien von Alfred Kinsey, dass sexuelle Befriedigung in einer Beziehung eng mit vorherigen Orgasmuserfahrungen zusammenhängt. Wer sich also selbst befriedigt, erhöht seine Chancen auf guten Sex. Eine aktuelle Studie des "Journal of Sex Education and Therapy" bewies außerdem, dass verheiratete Frauen, die sich selbst befriedigen, glücklichere und sexuell befriedigendere Ehen führen, als Frauen, die dies nicht taten.

Dennoch wird Masturbation oft als schlechter Ersatz für Sex mit dem Partner gesehen, statt als eigenständiges Lusterlebnis. Auch dieses Vorurteil widerlegte die Forschung: Eine Studie im "Journal of Psychology & Human Sexuality" zeigte, dass Menschen in festen Partnerschaften nicht weniger masturbieren als Singles. Der Hauptgrund für die Selbstbefriedigung bleibt simpler Lustgewinn.

Zum Problem wird Selbstbefriedigung in der Beziehung nur dann, wenn ein Partner sexuelle Befriedigung allein in der Masturbation sucht und der Sex zu zweit in den Hintergrund tritt. In diesem Fall macht es Sinn, sich als Paar therapeutische Hilfe zu suchen.

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Selbstbefriedigung ist ein Zeichen für schlechten Sex!

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