Die "Pille danach" in Peru – Achtung vor Fälschungen!

Freitag, 30.05.2014

Die "Pille danach" bedeutet für viele Frauen große Sicherheit, wenn es beim Sex zu Verhütungspannen kommt. Doch in Peru ist Vorsicht geboten – hier kursieren viele Fälschungen.

Stellen Sie sich vor, Sie kaufen die "Pille danach", nehmen sie rechtzeitig ein und dann stellen Sie einige Wochen später fest, dass Sie dennoch schwanger sind. So muss es vielen Frauen im südamerikanischen Peru gehen. Denn einem aktuellen Bericht zufolge sind dort etwa ein Drittel aller Produkte, die als "Pille danach" verkauft werden, gefälscht.

"Pille danach" ohne jegliche Wirkung

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"Einige der Notfall-Verhütungsmittel enthalten unangemessene Mengen an aktiven Inhaltsstoffen, die sich in vielen Fällen nicht schnell genug im Körper auflösen, um als effektiv gelten zu können", schreibt das Magazin "The Verge" auf seiner Homepage. Das heißt: Empfängnisverhütende Inhaltsstoffe sind zwar in den Arzneien vorhanden, sie werden allerdings nicht schnell genug freigesetzt, um das Mittel als "Pille danach" zuverlässig wirksam zu machen.

Diese Arzneien werden nicht etwa auf dem Schwarzmarkt verkauft, sondern von lizensierten Apotheken vertrieben, so das schockierende Urteil. Ein Forscherteam kaufte in der peruanischen Hauptstadt Lima 25 verschiedene Packungen der "Pille danach" – sieben davon gaben die Wirkstoffe im Körper nicht schnell genug frei. Doch es geht noch schlimmer: Eines der getesteten Produkte enthielt überhaupt keine Wirkstoffe, die zur nachträglichen Verhütung hätten beitragen können. Stattdessen fanden sich in dem Produkt laut "theverge.com" Antibiotika, die im schlimmsten Fall allergische Reaktionen hätten auslösen können.

Mehrere Länder betroffen

Peru ist allerdings nicht das einzige Land, welches mit solchen Pillenfälschungen zu kämpfen hat – oder mit Fake-Verhütungsmitteln im Allgemeinen. In der Studie des Teams wurden empfängnisverhütende Mittel aus neun Ländern untersucht. Drei davon hatten in den vergangenen Jahren Fälle von unwirksamen Verhütungsmitteln gemeldet. In China etwa wurden jüngst 4,6 Millionen minderwertige Kondome sichergestellt, die die Namen bekannter Marken trugen. Eine gefälschte "Pille danach" gab es auch in den USA zu kaufen. Unter dem Namen "Evital" war ein Produkt auf dem Markt, das keinerlei Wirkung in Sachen Schwangerschaftsverhütung zeigte.

Sich intensiv und ausführlich über Verhütungsmittel zu informieren ist unumgänglich. Denn jede Frau hat Ihre eigenen Bedürfnisse.

Die Auswahl von Verhütungsmitteln auf dem Markt ist besonders groß. In Absprache mit Ihrem Arzt finden Sie sicherlich eines für Ihre Bedürfnisse.

 

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30.05.2014 15:42
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