Die längste Eileiterschwangerschaft der Welt

Dienstag, 26.08.2014

1978 erfuhr die Inderin Jyoti Kumar, dass ihr Baby außerhalb der Gebärmutter wachse und nur eine sehr geringe Überlebenschance habe. 36 Jahre später holen Kumar die Konsequenzen der Eileiterschwangerschaft wieder ein.

Tatsächlich starb das schon weit entwickelte Baby einiger Zeit später. Aus Angst vor der operativen Entfernung des toten Fötus sei die 24 Jahre alte Inderin einst aus dem Krankenhaus geflohen und habe sich in einer anderen Klinik ausschließlich Medikamente gegen die Unterleibsschmerzen geben lassen, die durch die Eileiterschwangerschaft ausgelöst worden seien. Das verstorbene Kind jedoch sei niemals entfernt worden. Dies berichtet t-online.de.

36 Jahre Eileiterschwangerschaft

Erst nach ganzen 36 Jahren, hätte die nunmehr 62-Jährige erneut an Unterleibsschmerzen gelitten, so t-online.de. Sie hätte daraufhin einige Ärzte aufgesucht, um den Grund für die Unterleibsschmerzen abklären zu lassen. Und in der Tat fanden die Ärzte die Ursache für die Schmerzen.

"Sie berichtete, dass die Schmerzen über zwei Monate angehalten hätten. Wir fanden einen Klumpen im rechten Unterbauch. Zunächst befürchteten wir, es sei Krebs, dann stellte sich durch eine Computertomographie heraus, dass es eine harte, verkalkte Materie war", erklärt der behandelnde Arzt Dr. Mohammad Yunus Shah in einem Interview mit der "International Business Times". Nach einem MRT seien die Ärzte sicher gewesen, dass es sich bei der verkalkten Masse um das Skelett des vor 36 Jahren, durch die Eileiterschwangerschaft, verstorbenen Babys handele, berichtet der Arzt weiter.

Operative Entfernung aus dem Eileiter bringt Skelett hervor

Nach der Diagnose erfolgte die operative Entfernung des vor Jahrzehnten gestorbenen Fötus. Die Gebeine des Kindes, welches zwischen Blase, Gebärmutter und anderen Organen feststeckte, seien herausgeholt und untersucht worden. Das Ergebnis: Einige Zeit nach dem Abbruch der Schwangerschaft sei das Fruchtwasser wohl abgelaufen und die organischen Teile des Körpers seien zerfallen und abgebaut worden. Übrig sei nur das verkapselte Skelett geblieben. Der Arzt Yunus Shah berichtet, dass der Fötus zum Zeitpunkt seines Todes bereits voll entwickelt gewesen sein soll. Entsprechend groß seien die Knochenreste im inneren der Frau gewesen. Mit 36 Jahren sei dies die längste bekannte Eileiterschwangerschaft der Geschichte.

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Nach 36 Jahren wird die Eileiterschwangerschaft eine Inderin beendet. Das Ergebnis: eine Operation und ein Skelett eines Babys.

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