Die Geschichte des Kondoms: Uralte Verhütungsmethode

Dienstag, 19.11.2013

Das Kondom gibt es schon länger, als einem vermutlich bewusst ist. Die Geschichte des Verhüterlis reicht zurück bis in das Jahr 2100 vor Christus. Hätten Sie das gewusst?

Wie so vieles beginnt auch die Geschichte des Kondoms bei den Griechen. Alten Berichten zufolge, soll König Minos beim Geschlechtsverkehr Ziegenblasen zum Schutz vor Krankheiten benutzt haben. Im Laufe der Zeit kristallisierte sich jedoch heraus, dass Schafdärme die bessere Methode zur Verhütung sind. Die alten Japaner setzten hingegen auf Lederhüllen, die sie aus Tierhaut gewannen.

Kondome: Verhüterli mit langer Tradition

Viele Jahrhunderte kam diese Verhütungsmethode zum Einsatz. Erst im 16. Jahrhundert, um genau zu sein 1554, brachte ein Arzt aus Italien eine Veränderung in die Geschichte des Kondoms. Statt Schafdärmen empfahl er Leinensäcke, die vor ihrem Einsatz in Medikamente getaucht wurden. Damals kursierte vor allem die Geschlechtskrankheit Syphilis, die Seefahrer nach ihrer Rückkehr aus Amerika mitgebracht hatten.
Im 17. Jahrhundert gab es einen erneuten Wandel: Der britische Arzt Dr. Condom sorgte für die Verbreitung eines Verhütungsmittels aus Schafblinddärmen und Fischblasen. Sie sollten im Tragekomfort angenehmer sein als ihre Vorgänger. Gerüchten zufolge ist die Bezeichnung "Kondom" eine Anlehnung an den Namen des Briten – allerdings ist diese Annahme bis heute umstritten.

Kautschuk brachte die Wende
Die Abwendung vom tierischen Material, hin zu anderen natürlichen Materialien, folgte 1839: Charles Goodyear gelang es mithilfe des Vulkanisationsverfahrens, den Gummibaumsaft Kautschuk so zu bearbeiten, dass er elastisch blieb und nicht brach. Das erste Kondom aus Gummi war allerdings noch zwischen ein und zwei Millimetern dick und hatte eine unbequeme Längsnaht.

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Das Kondom wie wir es heute kennen, gibt es seit etwa 1900: In der Goodyear-Fabrik wurde zu jener Zeit damit begonnen, Glaskolben in die Gummimasse zu tauchen. So konnte die Längsnaht beseitigt werden und die Wanddicke betrug weniger als einen Millimeter. 1912 gelang es Julius Fromm in Berlin, mit dem Kondom in Serienproduktion zu gehen. Bunte Kondome folgten 1949, allerdings zunächst nur in Japan. In Deutschland setzte sich der Trend erst in den 1980er Jahren durch.

Die einfachste und schnellste Methode ist das Verhütungsmittel Kondom.

Die Wahl des richtigen Verhütungsmittels ist besonders wichtig. Es sollte auf die Bedürfnisse der Frau abgestimmt sein.

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19.11.2013 13:08
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